USCC-Test in Sebring: Tag der Debüts

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Tag eins der Testfahrten auf dem Sebring International Raceway ist absolviert. Es war die erste Ausfahrt für das Evo-Paket der Corvette-Daytona-Prototypen sowie der Shakedown für viele weitere neue Autos. Die schnellste Runde ging an Action Express Racing.

Es geht unaufhaltsam auf die erste Saison der United SportsCar Championship zu, die Vorbereitungen laufen also auf Hochtouren. Somit ging es für 19 Mannschaften nach Sebring, wo auch der zweite Saisonlauf stattfindet, für die ersten offiziellen Testfahrten. Der Fokus lag dabei auf den Corvette DP Evo sowie weiteren neuen Autos aus dem Hause Porsche, Audi und Viper.

Die erste Premiere des Tages war also die Corvette DP Evo, die damit also neben dem obligatorischen Upgrade für die Daytona Prototypen noch eine hauseigene Frischzellenkur bekommen hatte. Action Express Racing, das erst gestern João Barbosa und Christian Fittipaldi als Fahrer bestätigt hat, durfte die ersten Runden mit dem Auto drehen. So lag die Ehre bei Barbosa das überarbeitete Fahrzeug als Erster auszuführen, zugleich waren es für ihn die ersten Runden mit einem DP in Sebring.

Am Nachmittag stieg dann auch sein brasilianischer Teamkollege Fittipaldi ins Cockpit, doch hatte der Sieger der Sechs Stunden in Watkins Glen dieses Jahres nur begrenzte Testzeit, da es begann zu regnen. Somit stand am Ende eine 1:53,266 Minuten von Barbosa zu Buche, was gleichzeitig die schnellste Zeit des Tages markierte. Zum Vergleich: Ryan Briscoe fuhr in der Qualifikation zu den Zwölf Stunden von Sebring 2013 eine 1:51,159 Minuten mit einem LMP2-HPD.

Zahlreiche Premieren in Florida

Weitere Achtung wurde der GT-Daytona-Klasse zuteil. Gleich mehrere Autos feierten ihren Einstand auf der Rennstrecke, darunter der Audi R8 LMS von Paul Miller Racing, die aus der ALMS-GT-Klasse auf das Ingolstädter Fabrikat wechselten. Zum Service der Audianer gehört auch, dass der Mannschaft der zweifache Le-Mans-Sieger Benoît Tréluyer an die Seite gestellt wurde, um den Shakedown zu vollziehen. Die Saison bestreiten wird Stammfahrer Bryce Miller.

Ein weiteres neues Auto auf der Piste war die GT3-Viper. Saisonstarter Jeroen Bleekemolen drehte die ersten Runden in der kleinen Giftschlange, die wie die beiden GTE-Autos von Bill Riley operiert wird und sich auch eine Werkstatt mit ihren großen Brüdern teilt. Die elf Wertungsläufe wird Bleekemolen mit Ben Keating bestreiten.

Außerdem auf die Strecke rollte der Porsche 911 GT America, dessen Erprobungsfahrten und Shakedown allerdings schon vor einigen Wochen durch Magnus Racing an gleicher Stelle vollzogen wurden. Daher fühlen sich die beiden Fahrer Andy Lally und John Potter, die auch in den vergangenen Jahren gemeinsam am Steuer saßen, auch besonders heimisch auf dem Flughafenkurs, obwohl er nicht auf der Agenda der Grand-Am stand.

Neben Barbosa in der Prototypen-Klasse drehten am ersten Testtag in den weiteren Klassen die schnellsten Runden: Prototype-Challenge – Muscle Milk Pickett Racing (2:00,909 Minuten); GTLM-Klasse – BMW Team RLL (2:01,798 Minuten); GTD-Klasse – Scuderia Corsa (2:05,058 Minuten). Der zweite Tag startet heute um acht Uhr Ortszeit.