Lookingahead: USCC 2014 – Die GTD-Renner

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Den Unterbau der United SportsCar Championship bildet die GT-Daytona-Klasse, bestehend aus Autos der ehemaligen Grand-Am-GT, Grand-Am-GX und ALMS-GTC. Im letzten Teil der Serie „Lookingahead“ zeigt SportsCar-Info, wer mit an Bord sein wird.

Neben der Prototypen-Kategorie ist sie die zweite Klasse, die sich neu aus mehreren Vorgängern zusammensetzt, die GT-Daytona. Der Großteil der Starter kommt aus der namensgebenden Grand-Am-GT-Klasse, die eine Vielzahl an Herstellern anlockte. Dazu haben die Autos der ALMS-Einheitsklasse GTC sowie der erst 2013 eingeführten Grand-Am-GX Startberechtigung.

Allen voran geht die Meistermannschaft Scuderia Corsa mit dem bekannten Ferrari 458 Italia. Mit mindestens einem italienischen Rennpferd starten die Texaner auch 2014. Zurückkehren wird auch Alessandro Balzan, der mit Hilfe seiner Co-Piloten Jeff Westphal und Lehman Keen auch die Fahrerwertung für sich entscheiden konnte.

Daneben haben weitere Grand-Am-Stammkräfte ihre Teilnahme bestätigt. Magnus Racing tritt in unveränderter Konstellation an, wird aber den neuen Porsche 911 GT America an den Start rollen, den Andy Lally als Erster testen durfte. Er kehrt gemeinsam mit Teamchef John Potter ans Steuer zurück. Daneben setzt auch Park Place Motorsports weiterhin auf zwei Porsche, ebenfalls in der neusten Ausführung.

Größte Klasse im USCC-Feld

Patrick Dempsey kehrt nach einem Jahr ALMS wieder zurück zu den alten Konkurrenten. Allerdings fährt der Schauspieler auch 2014 einen Porsche, zudem wird es ein zweites Auto geben, aber außer dem Teambesitzer selbst wurden noch keine Piloten benannt. In bekannte Gefilde geht auch Alex Job. Er setzte schon in der Vergangenheit sporadisch Autos in der Grand-Am ein. Für die USCC setzt er ebenso auf zwei Zuffenhausener, einer gefahren von Cooper MacNeil und Leh Keen, der andere von Ian James und Mario Farnbacher unter dem Banner vom Team Seattle.

Damit zählen die Schwaben fast zehn Kundenautos. Weitere Autos kommen aus den ehemaligen GTC-Teams. NGT Motorsports hat erst kürzlich Henrique Cisneros und Kuba Giermaziak als Piloten bestätigt. Jan Heylen wird den JDX-Porsche steuern, wer ihn unterstützt steht noch nicht fest.

Zweitgrößte Fraktion wird mit Audi ebenfalls ein deutscher Hersteller sein. GMG Racing wird Vollzeit mit einem R8 einsteigen, Paul Miller Racing verkündete unlängst den Ausstieg aus der teuren GTE-Klasse und den Wechsel auf ein Ingolstädter Fabrikat. Das größte Aufsehen erregte aber Seth Neiman, der überraschend zwei Mittelmotor-Boliden erwarb. Vorher wurde seine Flying-Lizard-Truppe noch als Einsatzteam für das GTE-Werksprogramm von Porsche gehandelt worden.

Wenige Plätze übrig

Kevin Bucklers Racer’s Group wurde schon anfang dieses Jahres als offizieller US-amerikanischer Aston-Martin-Ableger vorgestellt. Nun folgt mit der neuen Saison das erste ganzjährige Engagement mit dem Vantage. Zwei Autos bringt die Mannschaft an den Start, die Besatzung ist noch unklar. Letzter bekannter Teilnehmer ist die Viper von Jeroen Bleekemolen und Ben Keating als Satellitenteam von SRT Motorsports.

Doch diese Starter werden nicht die Einzigen bleiben. Das Meisterteam von 2012 – AIM Autosport – arbeitet mit Hochdruck an einem Engagement eines Ferrari 458. Auch das Programm von Fall-Line Motorsports ist fast fertig gestellt. Mindestens einen Audi wollen die Neueinsteiger einsetzen, den sie Ende der abgelaufenen Saison bereits unter Rennbedingungen getestet haben.

Die langjährige Mannschaft Turner Motorsport hat sich zuletzt bedeckt gehalten, doch wird über den Einsatz von zwei BMW Z4 spekuliert. Ebenfalls unklar ist das Fortbestehen von Muehlner Motorsports America. Bernhard Muehlner preschte als einer der Ersten hervor und kündigte zwei neue Porsche an, fest eingeschrieben hat er sein Team aber noch nicht.

Mit Level 5 Motorsports plant ein weiterer Hochkaräter seinen Einstand in der GTD. Scott Tucker hat ein Kundenprogramm für 2014 – unter anderem bei den kleinen GT-Autos – angekündigt. Vorhanden sind zwei Ferrari 458 Italia, auch wenn sie aktuell noch nicht auf der Nennliste auftauchen.

Auf der Nennliste stehen somit 17 Autos, nur noch zwei weitere können überhaupt auf einen Saisonstarterplatz hoffen:

  • Alex Job Racing – 2 Porsche 911 GT America (einer als Team Seattle)
  • Dempsey Racing – 2 Porsche 911 GT America
  • Flying Lizard Motorsports – 2 Audi R8 LMS
  • GMG Racing – 1 Audi R8 LMS
  • JDX Racing – 1 Porsche 911 GT America
  • Magnus Racing – 1 Porsche 911 GT America
  • NGT Motorsports – 1 Porsche 911 GT America
  • Park Place Motorsports – 2 Porsche 911 GT America
  • Paul Miller Racing – Audi R8 LMS
  • Riley Motorsports (SRT) – SRT Viper GT3-R
  • Scuderia Corsa – 1 Ferrari 458 Italia
  • Muehlner Motorsports America – 2 Porsche 911 GT America
  • TRG – 2 Aston Martin Vantage GT3

Die Kandidaten für die verbliebenen zwei Plätze sind:

  • AIM Autorsports – 1 Ferrari 458 Italia
  • Turner Motorsports – 2 BMW Z4 GT3
  • Fall-Line Motorsports – 1 oder 2 Audi R8 LMS
  • Level 5 Motorsports – 2 Ferrari 458 Italia

Nachtrag: Entgegen unserer ursprünglichen Aussage hat Muehler Motorsports America die Ankündigung, mit zwei Porsche an den Start zu rollen, umgehend zum Beginn der Einschreibungsfrist umgesetzt. (16.11.2013)