Lookingahead: USCC 2014 – Die LMPC-Klasse

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Die LMPC-Klasse bildet auch in der United SportsCar Championship den Unterbau im Prototypen-Sektor. Mit genormten Autos bot die Klasse immer wieder spannenden Rennsport. Wir zeigen, welche Mannschaften im kommenden Jahr um Siege kämpfen werden.

Als einzige Kategorie in der neuen United SportsCar Championship bestreiten die LMPC-Renner nur zehn Rennen, die anderen hingegen müssen elfmal ausrücken. Damit stehen die kleinen Oreca-FLM09-Prototypen etwas gesondert im USCC-Feld da. Trotzdem bilden sie die kostengünstige Klasse für Mannschaften, denen ein Le-Mans- oder Daytona-Prototyp zu teuer ist.

Diese sind wohl – Stand jetzt – größtenteils gleich mit denen, die schon in den vergangenen Jahren die American Le Mans Series bestritten haben. Unter anderem einen weiteren Einsatz des Corvette-befeuerten Oreca hat CORE-Teamchef Jon Bennett angekündigt. Die Meistermannschaft der Jahre 2010 bis 2013 setzt zwar auch die werksunterstützten GT-Porsche ein, die LMPC-Operation ist allerdings unabhängig davon. Wer Bennetts Co-Pilot wird entscheidet sich zwischen Tom Kimber-Smith und Colin Braun.

Im Gegensatz zu seinem Team verlor Bennett aber den Titel kurz vor Saisonende an Mike Guasch aus dem PR1/Mathiasen Motorsports. Ob mit oder ohne dem amtierenden Champion, wird die Truppe von Bobby Oergel auch im kommenden Jahr mindestens ein Auto einsetzten. Einen zweiten Wagen kaufte Oergel erst vor kurzem.

ALMS-Stammpersonal bleibt dabei

Dazu gesellt sich die dritte Equipe, die um den LMPC-Meisterschaftstitel der abgelaufenen Saison gekämpft hat: BAR 1 Motorsports. Wieder mit zwei Wagen antretend, benannte Brian Alder bereits das kanadische Duo Chris Cumming und Kyle Marcelli als Fahrer des einen Autos. Die beiden kennen sich schon von der ALMS-Saison 2013.

Auch die zwei weiteren Teams, die sich zur USCC bekannt haben, waren in diesem Jahr schon dabei. RSR Racing – in diesem Jahr mit einem Fahrzeug am Start – könnte auch ein zweites Auto ins Fahrerlager bringen. Höchstwahrscheinlich werden auch Duncan Ende und Bruno Junqueira an Bord bleiben. Ein letztes bestätigtes Auto kommt von Performance Tech, an dessen Steuer wieder Charlie Shears gemeinsam mit einem noch nicht benannten Beifahrer sitzen wird.

Noch nicht bekannt gegeben, aber sehr gut möglich, sind die Einsätze von 8 Star Motorsports und Starworks Motorsports. Beide Teams brachten bereits zum Ende des Jahres 2013 als Gaststarter ein Auto auf die Strecke. Potolicchios 8-Star-Truppe erreichte dabei sogar den Silberpokal beim Petit Le Mans. Starworks-Chef Peter Baron ist im Besitz von drei Oreca FLM09, zwei davon gehören Mirco Schultis. Er hofft mindestens zwei davon einsetzen zu können, den dritten möglicherweise bei ausgewählten Rennen.

Aber auch andere Mannschaften wurden hinter vorgehaltener Hand in die LMPC-Klasse gemunkelt. Allen voran die LMP2-Meister von Level 5 Motorsports, die sich noch überhaupt nicht zu einem Programm für 2014 geäußert haben. Auch europäische Mannschaften wie Algarve Pro Racing haben ein Auge auf die LMPC geworfen, was aber wegen dem Limit von zehn Autos bei den meisten Rennen – mit der Ausnahme vom VIR und dem Lauf in Kansas (19 Fahrzeuge) – schwierig werden könnte.

Denn durch die folgenden sechs festen Einschreibungen haben nur noch vier Autos Platz, die um den Titel kämpfen wollen. Zusammengefasst sind die bestätigten Mannschaften:

  • BAR 1 Motorsports – 2 Oreca-Corvette
  • CORE Autosports – 1 Oreca-Corvette
  • Performance Tech – 1 Oreca-Corvette
  • PR1/Mathiasen Motorsports – 1 Oreca-Corvette (zweites Auto möglich)
  • RSR Racing – 1 Oreca-Corvette (zweites Auto möglich)

Dazu könnten sich diese Autos gesellen:

  • 8 Star Motorsports – 1 oder 2 Oreca-Corvette
  • Starworks Motorsports – 2 Oreca-Corvette

Spekulativ sind auch noch diese Mannschaften im Rennen um die Startplätze:

  • Level 5 Motorsports – 2 Oreca-Corvette
  • Algarve Pro Racing – 1 Oreca-Corvette
  • Namenloses Team von Tony Ave – 1 Oreca-Corvette