RCN: Black-Falcon-Trio siegt nach spannendem Kampf

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Burkard Kaiser, Willi Friedrichs und Alexander Böhm standen nach der Renndistanz von drei Stunden auf dem obersten Podiumsrang. Mit neun Sekunden Vorsprung sicherte sich das Black-Falcon-Trio den Sieg vor Andreas Weishaupt. Dieter Weidenbrück und Markus Schmickler komplettierten das Podium beim letzten RCN-Rennen.

Nach 18 Runden durfte das Black-Falcon-Ensemble Burkard Kaiser, Willi Friedrichs und Alexander Böhm als erster das Podium betreten. Beim Drei-Stunden-Rennen der RCN errang das Trio den letzten Sieg der Saison. Jedoch war der Vorsprung alles andere als komfortabel: Neun Sekunden trennten die Sieger von Andreas Weishaupt, der im BMW V8 GT auf den zweiten Platz vorfahren konnte. Dieter Weidenbrück und Markus Schmickler sicherten sich beim Saisonabschluss Rang drei. Das Gespann war diesmal auf einem Porsche 991 unterwegs.

Für Kaiser ist der Erfolg vor allem auf eine solide Basis zurückzuführen: „Ich bin vor einem Jahr beim RCN-Drei-Stunden-Rennen zum ersten mal gemeinsam mit Friedrichs in einem Porsche auf dem Nürburgring gefahren.“ Schon dort war Kaiser klar, dass die Zusammenarbeit weiter ausgebaut werden musste. „Wir haben uns dann entschlossen, gemeinsam eine Langstreckensaison zu bestreiten“, so Kaiser über das gemeinsame Engagement. Mit dem Sieg zum Saisonabschluss sei er „überglücklick“.

Für den großen Wurf langte es für Weishaupt nicht ganz. Nach drei Stunden trennten ihn lediglich neun Sekunden vom Gewinn des Rennens. „Der Schirmer-GT lief wieder sehr zuverlässig und war dabei unglaublich schnell. Die Platzierung ist für uns ein großer Erfolg“, ließ Weishaupt überhaupt keine Ernüchterung über den verpassten Sieg aufkommen.

Anders als in der abgelaufen Saison der RCN, nahmen Weidenbrück und Schmickler gemeinsam in einem Boliden Platz. Für das Rennen teilte man sich das Steuer eines Porsche 991. Am Ende kletterte das Duo auf Rang drei. „Ich bin froh über den Podiumsplatz. Wir haben den Porsche ohne Kratzer ins Ziel gebracht, was bei den Bedingungen heute sicherlich nicht einfach war“, resümiert Weidenbrück das Rennen für das Porsche-Gespann.

Frühes aus für die Seriensieger

Die Bedingungen auf der Nordschleife machten dem gesamten Fahrerfeld wieder einmal zu schaffen. War es auf der Grand-Prix-Strecke überwiegend trocken, so bereiteten vor allem die Mischverhältnisse manchem Fahrer Probleme. Stellenweise war die Strecke extrem rutschig, während sich am anderen Ende der Strecke problemlos auf der Ideallinie fahren ließ. Gerade beim Start galt es für die Piloten die wichtigste Frage zu beantworten: Slicks, oder doch lieber Intermediates? Wer auf Slicks das Rennen gestartet hatte, sollte belohnt werden. Erst zum Ende des Rennens öffnete der Himmel der Eifel an einzelnen Abschnitten seine Schleusen.

Für Christopher Gerhard und Marc Poos stand das Rennen unter keinem guten Stern. Zwar konnte das Gespann in der morgendlichen Qualifikation die Kombination aus Grand-Prix-Strecke und Nordschleife noch am schnellsten umrunden, jedoch mussten sich die beiden im Rennen früh geschlagen geben. In Runde drei kollidierte der Porsche mit einem zu überrundenden Fahrzeug auf der Strecke, weshalb der Porsche letzten Endes den Betrieb einstellen musste.

Insgesamt nahmen über 150 Boliden die Drei-Stunden-Hatz in Angriff. RCN-Serienmanager Willi Hillebrand spricht von einem „großartigen Ende“ der Saison. „169 Teilnehmer haben das Training aufgenommen, eine Zahl, mit der wir nicht gerechnet hatten. Dazu war das Rennen über die komplette Distanz richtig spannend“, lautet das Fazit von Hillebrand.