VLN: Entscheidung rückt näher

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Die VLN-Langstreckenmeisterschaft geht in ihre finale Phase. Drei Teams balgen sich mit realistischen Chancen darum, im kommenden Jahr die Startnummer eins auf den Türen zu tragen. Marc VDS Racing plant beim 45. ADAC-Barbarossapreis einen Gaststart mit zwei Wagen.

Knapper geht’s kaum. Die drei Führenden Teams in der VLN-Langstreckenmeisterschaft liegen vor dem 45. ADAC-Barbarossapreis innerhalb von 0,28 Punkten. Die beiden Clio-Brüder Tim und Dirk Groneck bekommen als Gesamtführende in der vergleichsweise schwach besetzten Cup-Klasse der kleinen Franzosen für einen Sieg weniger Punkte als die direkten Konkurrenten. So müssen sie weiter darauf hoffen, dass die Mannschaften von Raeder und Wochenspiegel Federn lassen und ihre Klassen nicht gewinnen.

Bei Raeder werden die Beteiligten diesbezüglich durchatmen. Nachdem die LMS-Engineering-Truppe mit Ulli Andree und Christian Krognes beim letzten Lauf gnadenlos zugeschlagen hat und die Klasse SP3T eindrucksvoll gewann, wird die Mannschaft von Teamchef Andreas Lautner den nächsten Lauf aussetzen. Bis dato waren Christoph Breuer und Elmar Deegener in der Klasse für die Zwei-Liter-Turbos ungeschlagen. Nichts weniger werden die beiden auch für das kommende Wochenende anstreben.

Die Wochenspiegel-Porsche-Truppe mit Georg Weiss, Oliver Kainz und Michael Jacobs kann man getrost als Überraschung der Saison bezeichnen. Im letzten Jahr hatte die Mannschaft noch ein paar ziemlich heftige Rückschläge zu verdauen. Diesmal ist sie mitten im Kampf um den VLN-Titel. In der hart umkämpften Klasse SP7 ist das sicher keine Selbstverständlichkeit. Auch wenn der RSR, mit dem das Trio antritt, auf dem Papier den Klassenkameraden weit überlegen ist.

Belgische Equipe gibt sich die Ehre

Rund um die Nordschleife hat sich die Marc-VDS-Truppe aus unserem Nachbarland Belgien und vor allem deren Top-Fahrer Maxime Martin eine breite Fanbasis erarbeitet. Beim Finale der BES-Serie am letzten Wochenende fuhr die Mannschaft des Grafen Marc van der Straaten den Teamtitel ein und hat beschlossen, den Eifel-Aufenthalt um eine weitere Woche zu verlängern. Die Truppe wird mit ihren beiden BMW Z4 GT3 am Barbarossapreis teilnehmen.

Am Steuer geben sich Bas Leinders und Henri Moser sowie Maxime Martin und Nick Catsburg die Klinke in die Hand. Catsburg wird sein erstes Rennen auf der Nordschleife bestreiten und hat deswegen am Montag an einem Trackday in der Eifel teilgenommen, um sich ordentlich auf das Rennen vorzubereiten. Sein Instrukteur auf dem Beifahrersitz: Henri Moser.   

Nach einem Lauf Zwangspause kehrt auch Jürgen Alzens schwarze Ford-GT-Flunder wieder zurück. Die fehlenden Ersatzteile wurden inzwischen geliefert und Alzen teilt auf seiner Webseite mit, dass der Kirchener am Rennen kommendes Wochenende mit Arthur Deutgen teilnehmen wird.