Die Causa BoP betrifft mittlerweile auch die FIA-GT-Serie. Phoenix Racing hat seine Meldung für die Saisonrunde auf dem Slovakiaring zurückgezogen. Der Meuspather Rennstall begründet seine Absage mit der derzeitigen Fahrzeugeinstufung, weshalb Anthony Kumpen und Enzo Ide nicht siegfähig seien.
Das belgische Fahrerduo Anthony Kumpen und Enzo Ide tritt bei der FIA-GT-Meisterschaftsrunde auf dem Slovakiaring nicht an. Denn der Audi-Rennstall Phoenix Racing hat seine Nennung für die Saisonstation in Orechová Potô? zurückgezogen. Die Equipe aus Meuspath begründet ihre Absage mit der gegenwärtigen Fahrzeugeinstufung im Zuge der Balance of Performance, weshalb die Marke mit den vier Ringen nicht konkurrenzfähig sei.
Den Entschluss habe die Mannschaft nach dem Abschneiden beim 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps gefasst. Beim Ardennen-Klassiker war die Audi-Fraktion nicht in der Lage, aus eigener Kraft um die Podiumsränge zu kämpfen. Diese Gegebenheit habe illustriert, erklärt Teamchef Ernst Moser in einem Kommuniqué an die Presse, „wie schwierig die aktuelle Situation ist“.
Darum wird das Audi-Ensemble beim FIA-GT-Auftritt in der Südwestslowakei nicht mit von der Partie sein. „Wenn wir antreten, wollen wir auch die Möglichkeit haben, um den Sieg mitzufahren“, fügt Moser hinzu. „Das ist derzeit unter normalen Umständen nicht möglich. Darunter leidet verständlicherweise die Motivation, vor allem bei unseren Partnern Enzo Ide und Anthony Kumpen. Daher haben wir uns entschieden, auf dem Slovakiaring nicht anzutreten.“
Derzeit rangieren die Phoenix-Schützlinge Kumpen und Ide in der Tabelle mit 24 Punkten auf dem achten Platz. Ob das Audi-Gespann die verbleibenden Wertungsläufe in spanischen Navarra und im aserbaidschanischen Baku bestreite, hänge davon ab, inwieweit die Fahrzeugeinstufung zu seinen Gunsten korrigiere. Stéphane Ratel stellte bereits nach den 24 Stunden von Spa-Francorchamps in Aussicht, dem Audi-Sektor entgegenzukommen.

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