Le Mans: Honda entwickelt LMP1-Motor auf IndyCar-Basis

Honda bietet seinen Kunden künftig einen Motor auf IndyCar-Basis an, der nach den neuen LMP1-Regularien des ACO konstruiert wurde. Für die Saison 2014 entwickelt HPD zunächst ein turbogeladenes V6-Triebwerk, im darauffolgenden Jahr wird ein System zur Energierückgewinnung ergänzt.

Honda bietet seinen Kunden künftig einen Motor auf IndyCar-Basis an, der nach den neuen LMP1-Regularien des ACO konstruiert wurde. Für die Saison 2014 entwickelt HPD zunächst ein turbogeladenes V6-Triebwerk, im darauffolgenden Jahr wird ein System zur Energierückgewinnung ergänzt.

Das Honda-Motorsportressort HPD entwickelt einen Kundenmotor nach den neuen LMP1-Regelwerk, welches der ACO in der nächsten Saison einführt. Zunächst fertigt der japanische Hersteller für das Debütjahr 2014 ein turbogeladenes V6-Triebwerk. 2015 offeriert Honda interessierten Rennställen wiederum die Möglichkeit, ein maßgeschneidertes System zur Energierückgewinnung zu installieren.

Nach einem erfolgreichen Abschneiden in der Langstrecken-WM sowie den kontinentalen Wettbewerben ALMS und ELMS erachte es Honda als wichtig, auch in Zukunft auf der „weltweiten Bühne“ Präsenz zu zeigen. „Dies ist ein spannendes neues Programm für HPD und unsere Kundenrennställe in der Langstrecken-Weltmeisterschaft, da es den privaten Mannschaften eine Motorentechnologie auf Herstellerniveau ermöglicht“, erklärt HPD-Vizepräsident Steve Eriksen in einem Presseschreiben. 

Der neue Antrieb HR22T basiert auf dem 2,2-Liter-Motor, welcher seit der Saison 2012 in der IndyCar-Serie eingesetzt wird. Zudem war Technikpartner Magneti Marelli in die Fertigung des Aggregats für den Kundensport involviert. „Ein kostenreduzierter, direkteingespritzer, turbogeladener Motor mit einer Auswahl an Optionen zur Energierückgewinnung bietet den privaten Rennställen die notwendige technische Raffinesse, um unter den neuen LMP1-Regularien wettbewerbsfähig zu sein“, fasst Eriksen zusammen. 

Darüber hinaus hegt Wirth Research die Absicht, in Kooperation mit Honda eine Coupé-Version des ARX-Prototyps zu konstruieren. Damit haben Kunden die Alternative, ein Chassis zu erwerben, das auf den HPD-Motor zugeschnitten ist. Da die neuen Regeln den Spritverbrauch pro Runde limitieren – mit oder ohne Energierückgewinnung –, wittert HPD seine Chance, ein Fahrzeug für Privatiers zu präparieren, das gesamtsiegfähig ist. 

„Die neuen Regel besagen, sofern man ein Privatier ist, kann man entweder ein System ohne die Möglichkeit der Energierückgewinnung verwenden, oder man entscheidet sich dafür, das Level an Energierückgewinnung hinzuzufügen, welches den jeweiligen Bedürfnissen entspricht“, erläutert Eriksen. „Das ermöglicht den Kunden, die ERS-Lösung zu wählen, welches deren Anforderungen entspricht – alles vom Verzicht auf Energierückgewinnung bis hin zum Maximum von acht Megajoule.


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