Nürburgring: Mercedes-Benz erringt Laufsieg am Samstag

Maximilian Götz und Maximilian Buhk erkämpften in einem ereignisreichen ersten Durchgang auf dem Nürburgring den Laufsieg. Damit schließt das Mercedes-Benz-Duo im Titelkampf auf. Callaway Competition verspielte wiederum einen möglichen Doppelerfolg. Drama um Lambda Performance.

Maximilian Götz und Maximilian Buhk erkämpften in einem ereignisreichen ersten Durchgang auf dem Nürburgring den Laufsieg. Damit schließt das Mercedes-Benz-Duo im Titelkampf auf. Callaway Competition verspielte wiederum einen möglichen Doppelerfolg. Drama um Lambda Performance.

HTP Motorsport und Mercedes-Benz haben im Samstagsrennen auf dem Nürburgring wichtige Punkte im Titelkampf gesammelt. Die Namensvetter Maximilian Buhk und Maximilian Götz gewannen nach einem umstrittenen Manöver den siebten GT-Masters-Lauf der Saison, während die Stallgefährten Andreas Simonsen und Sergei Andrejewitsch Afanassjew den Bronzerang belegten. Dazwischen positionierte sich wiederum das Abt-Audi-Duo Markus Winkelhock und Christer Jöns. 

Die rennentscheidende Szene spielte sich nach den Boxenstopps in der letzten Kurve vor der Start-und-Ziel-Geraden ab. Ford-Fahrer Dominik Schwager hatte nach seinem Pflichthalt die Spitzenposition übernommen und erwehrte sich den Attacken seines Verfolgers Götz. Beim Anbremsen der Coca-Cola-Krümmung unterlief Schwager jedoch ein Lapsus, weshalb Götz mit seinem Flügeltürer in die Lücke stach, um die Führung zu erobern.

Frank Kechele brilliert in der Startphase

Daraufhin realisierte Schwager seinen Fehler und lenkte ein, um den Überholversuch zu vereiteln. Zwar reagierte Götz auf den Konter seines Konkurrenten und wich auf die Randsteine aus, doch eine Kollision ließ sich schließlich nicht mehr vermeiden. Das HTP-Ensemble profitierte nichtsdestoweniger von dem Intermezzo und erstritt somit Platz eins, den Götz bis ins Ziel verwaltete – der erste Saisonsieg für den amtierenden Meister und Partner Buhk.

Für Lambda Performance war das Rennen dagegen vorzeitig beendet. Schwager musste anschließend mit einem beschädigten Reifen die Box aufsuchen. Inwieweit die demolierte Innenseite des Rades jedoch eine Folge des Zusammenpralls war, müssen die Techniker noch begutachten. Dabei hatte sich der Rennstall zuvor nach einer fulminanten Aufholjagd während der Anfangsphase in Führung taktiert.

Zunächst erstürmte Startfahrer Frank Kechele, welcher den ersten Durchlauf von Startrang neun in Angriff nahm, im Laufe der ersten Umrundungen Position um Position, bis der Ford-Pilot an fünfter Stelle angelangt war. Sodann zögerte Kechele seinen Boxenbesuch unter den Akteuren der Spitzengruppe am längsten heraus, woraufhin Kollege Schwager als Führender zurück auf die dreieinhalb Kilometer messende Piste kehrte. Infolge des außerplanmäßigen Stopps rollte Schwager letztlich mit einer defekten Kupplung entlang des Hatzenbachbogens aus.

Die alten Fotostrecken sind leider nicht mehr verfügbar.

Callaway vertändelt möglichen Doppelerfolg

Unterdessen verspielte Callaway Competition einen möglichen Doppelerfolg. Diego Alessi startete das Gefecht von der Poleposition und verteidigte seinen Rang, als die Ampel auf Grün schaltete. Sein Markenkollege Andreas Wirth katapultierte sich wiederum mit einem Raketenstart auf Platz zwei. Fortan behauptete die Equipe aus Leingarten ihre Doppelführung, bis das Boxenstopp-Fenster öffnete.

Nachdem der Italiener Alessi an seinen Stallgefährten Daniel Keilwitz übergeben hatte, wickelten Wirth und Christian Hohenadel ihrerseits den Fahrerwechsel ab. Am Boxenausgang kam es jedoch zu internen Unstimmigkeiten. Das Resultat: Keilwitz und Hohenadel kollidierten und vertändelten ihre Spitzenpositionen. Letzten Endes retteten Keilwitz und Alessi allerdings noch den vierten Rang, wohingegen Wirth und Hohenadel mit einem technischen Defekt ausfielen. 

Nach einem unauffälligen Rennen erzielten indessen Mario Farnbacher und Philipp Frommenwiler (Farnbacher-Porsche) den fünften Platz. Derweil entbrannte in der Schlussphase des Ein-Stunden-Laufes ein Vierkampf um den sechsten Rang. Letztlich behielten in diesem Wettstreit Michael Christensen und Robert Renauer (Renauer-Porsche) die Oberhand, nachdem sich Letzterer mit Leibeskräften gewehrt hatte.

Audi verteidigt Tabellenführung mit zwei Punkten Vorsprung

Jörg Müller (Schubert-BMW) schob sich dagegen noch im Getümmel an seinem niederländischen Markenkollegen Jeroen den Boer vorbei (DB-BMW) vorbei. Somit belegte Müller, der nach einer fast dreimonatigen Verletzungspause wieder ins Steuer greift, gemeinsam mit Max Sandritter den siebenten Rang. Den Boer und Simon Knap mussten wiederum mit dem Platz acht vorliebnehmen. Neunte wurden Nicolas Armindo und Christian Engelhart (Schütz-Porsche). Die besten Zehn vervollständigten die Tabellenführer René Rast und Christopher Mies (Abt-Audi).

Somit bleibt die Ingolstädter Abordnung mit Ach und Krach Platz im Meisterschaftskampf in Front. Mies und Rast haben nach sieben Rennen 76 Punkte gesammelt, die HTP-Schützlinge Götz und Buhk schließen jedoch bis auf zwei Zähler auf. An dritter Stelle rangieren unterdes die Kumpanen Afanassjew und Simonsen, die 67 Punkte auf ihrem Konto verbuchen. Das niederländische BMW-Gespann den Boer und Knap hält mit 62 Zählern den Anschluss.

In der Herrenfahrerwertung triumphierte Toni Seiler (Callaway-Corvette), der an diesem Wochenende seitens Jeroen Bleekemolen unterstützt wird. Der zweite Durchgang auf der Kurzanbindung des Nürburgrings findet morgen Mittag gleichfalls um 12.15 Uhr statt. Zuvor bleibt den Protagonisten um 8.40 Uhr ein viertelstündiges Warm-up, um sich auf das achte Saisonrennen vorzubereiten.


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