Während der Nachtqualifikation verbesserten die Akteure lediglich punktuell ihre Rundenzeiten. Allerdings setzte WRT-Audi noch einmal zum Endspurt an: Laurens Vanthoor katapultierte sich in der Schlussphase an die Klassementspitze und sicherte sich somite einen Platz für die Super-Pole-Auswahl.
Bei Einbruch der Dunkelheit in den Ardennen hatten die Protagonisten des 24-Stunden-Rennens noch einmal die Gelegenheit, ihre Rundenzeit auf dem Circuit de Spa-Francorchamps zu unterbieten. Grosso modo nahmen die Fahrer jedoch keine eklatanten Verbesserungen vor. Einzig WRT-Schützling Laurens Vanthoor brannte in der Schlussphase nochmals eine persönliche Bestleistung in den Asphalt: Der Audi-Pilot ließ sich einen Umlauf in 2:21,727 Minuten protokollieren.
Damit verpasste Vanthoor die Bestmarke aus dem ersten Durchgang zwar um Anderthalbsekunden, doch schaffte auf diese Weise noch den Sprung unter die besten Zwanzig. Ergo darf seine Besatzung morgen in der Super-Pole-Entscheidung antreten. Zuvor kontrolliere der Porsche-Rennstall ProSpeed Competition die Ereignisse auf der Piste. Marco Mapelli meisterte die Ardennen-Achterbahn in 2:21,774 Minuten, womit der Italiener über weite Strecken am Gipfel des Klassements verweilte.
Aber selbst die Sitzung zu nächtlicher Stunde blieb von einer Rotphase nicht verschont. Fredy Barth (Emil-Frey-Aston-Martin) verunfallte im Bereich Radillion, weshalb die Zeitenjagd für einige Minuten unterbrochen werden musste. Als der Streckenbetrieb sodann wieder aufgenommen wurde, katapultierte sich Audi-Fahrer Vanthoor an die Spitze des Klassements. Wolfgang Reiper (JRN-Nissan/+0,392 Sekunden) verteidigte wiederum den dritten Rang.
Platz vier belegte Maxime Soulet (ProSpeed-Porsche/+0,414 Sekunden), welcher sich gegen Dirk Müller (Marc-VDS-BMW/+0,445 Sekunden) und Nicolas Verdonck (Gulf-McLaren/+0,999 Sekunden) Bahn brach. Siebenter wurde wiederum Matteo Malucelli (Ukraine-Ferrari/+1,418 Sekunden). Dahinter sortieren sich unterdessen Marcel Fässler (WRT-Audi/+1,484 Sekunden), Matthew Halliday (WRT-Audi/+1,583 Sekunden) und Nicolas Lapierre (Alméras-Porsche/+1,648 Sekunden) ein.
Morgen findet abschließend die Super-Pole-Entscheidung statt. Die besten Zwanzig des kumulierten Qualifikationsklassements rollen einzeln auf die Strecke, um die Startpositionen auszufechten. Am Sonnabend startet schließlich um 16.30 Uhr nachmittags der Ardennen-Klassiker.
Die besten Zwanzig für die Super-Pole
1. A. Basov/A. Sryabin/A. Pier Guidi/M. Bobbi (SMP Racing/Ferrari 458 Italia GT3)
2. A. Howard/D. McKenzi/J. Adam/S. Mücke (Beechdean Motorsport/Aston Martin Vantage)
3. M. Lieb/R. Lietz/P. Pilet (Manthey-Racing/Porsche 997 GT3 R)
4. M. Palttala/H. Moser/N. Catsburg (Marc VDS Racing/BMW Z4 GT3)
5. M. Buhk/M. Götz/B. Schneider (HTP Motorsport/Mercedes-Benz SLS AMG GT3)
6. T. Jäger/K. Hummel/S. Jansen/A. Christodoulou (Black Falcon/Mercedes-Benz SLS AMG)
7. D. Cameron/M. Griffin/A. Mortimer/T. Vilander (AF Corse/Ferrari 458 Italia GT3)
8. S. Dusseldorp/A. Sims/Á. Parente (Hexis Racing/McLaren MP4-12C)
9. N. Hommseron/L. Machiels/A. Bertolini (AF Corse/Ferrari 458 Italia GT3)
10. G. Franchi/S. Colombo/F. Kechele (Vita4One Racing Team/BMW Z4 GT3)
11. T. Tsyplakov/A. Kruglik/R. Giammaria/M. Malucelli (Team Ukraine/Ferrari 458 Italia GT3)
12. M. Martin/B. Leinders/Y. Buurman (Marc VDS Racing/BMW Z4 GT3)
13. M. Hayek/P. Kox/J. Menten/H. Haane (Blancpain Racing/Lamborghini Gallardo LP560-4)
14. D. Markozov/D. Move/A. Frolov/M. Aleshin (SMP Racing/Ferrari 458 Italia GT3)
15. M. Shulzhitskiy/S. Doherty/A. Buncome/C. Buncombe (RJN/Nissan GT-R Nismo GT3)
16. L. Vanthoor/S. Ortelli/R. Rast (Belgian Audi Club Team WRT/Audi R8 LMS ultra)
17. M. Holzer/N. Tandy/M. Mapelli (ProSpeed Competition/Porsche 997 GT3 R)
18. B. Baguette/D. Turner/J. Campell-Walter (GPR AMR/Aston Martin Vantage GT3)
19. H. Hassid/L. Badey/P. Thiriet/M. Beche (TDS Racing/BMW Z4 GT3)
20. E. Dermont/F. Perera/P. Giauque/M. Moulin Traffort (Pro GT Alméras/Porsche 997 GT3 R)

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