STT: Edy Kamm erstmals in Spa-Francorchamps erfolgreich

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Edy Kamm bleibt in der Erfolgsspur. Auch beim Gastspiel in Spa-Francorchamps feierte der Audi-Fahrer einen Doppelsieg. Viper-Spezialist Pertti Kuismanen musste in den Ardennen wiederum zweimal mit dem Silberrang vorliebnehmen. Porsche-Schützling Ullrich Becker wurde Dritter.

Beim fünften Lauf zur Spezial-Tourenwagen-Trophy ließ Edy Kamm (Audi A4 DTM) seinen nächsten Doppelsieg folgen. In Spa-Francorchamps verwies der schnelle Eidgenosse die Chrysler Viper GTS-R von Pertti Kuismanen zweimal auf Gesamtrang zwei. Auf dem dritten Platz landete in beiden Durchgängen Ulrich Becker (Porsche 997 GT3 RSR), der damit weiterhin an der Tabellenspitze liegt.

Zumindest die Anfangsphase beider Rennen ging eindeutig an Pertti Kuismanen. Der Vorjahresmeister konnte sich zweimal von der Poleposition aus absetzen, musste dann aber Edy Kamm ziehen lassen. Für den Eidgenossen waren es die ersten Gesamtsiege auf der Ardennen-Achterbahn. „Es hat an diesem Wochenende wirklich alles gepasst“, erklärte der zweifache Gesamtsieger. „Auf den schnellen Passagen war Pertti zunächst etwas weg, aber ich konnte in den langsameren Abschnitten attackieren und wieder heranfahren.“

„Im zweiten Rennen wusste er dann nicht, ob er an einem Porsche links oder rechts vorbeigehen sollte“, fügte Kamm hinzu. „Das habe ich dann ausgenutzt und bin vorbeigehuscht. Die Saftey Car Phase hat mir dann natürlich geholfen. Wenn er in den letzten Runden hinter mir gewesen wäre, dann wäre es noch einmal richtig eng geworden.“ Während Kamm nunmehr sechs Siege auf seinem Konto vorzuweisen hat, wartet Pertti Kuismanen weiterhin auf seinen dritten Gesamterfolg. 

Dafür verbuchte der sieggewohnte Finne wenigstens einen doppelten Erfolg in der großen STT-Klasse. Ulrich Becker war in der Klasse 2 ebenso zweimal ganz vorne zu finden. „Das Rennen war für mich eher ereignislos“, berichtete der Porsche-Pilot. „Nach vorne ging nichts und nach hinten waren die anderen weit genug weg. Die haben mir ja eigentlich alle geholfen, heute Sven mit der verlorenen Haube und gestern René Snel, als der Motor kaputt ging. Wir haben heute sogar nur gebrauchte Reifen aufgezogen. Dennoch wollte ich aufs Gesamttreppchen, das war mir dann schon wichtig.“

Klassensiege für Porsche und Audi

Zwei Klassensiege gab es außerdem für Georg Vetter (Porsche 964) und Marc Roth (Audi A4) zu feiern. Wie schon in den vergangenen Rennen war die Klasse 3 heiß umkämpft. Jorma Vanhanen (Porsche 997 GT3 Cup S) und Romain Theissen (Porsche 997 GT3 R) teilten sich die Klassensiege. Ebenfalls zwei Sieger gab es in der Klasse 4, wo sich Andreas Schmidt (VW Scirocco) und Joachim Duscher (Audi 80 Turbo) nach zwei harten Rennen durchsetzen.

Die beiden Klasse-4-Piloten holten sich damit auch den Sieg in der Division II. Während Tijn Jilesen (Porsche 944) nach seinem Abflug das Rennen am Samstag noch verpasste, konnte der jüngste STT-Starter das zweite Rennen in der Klasse der Vier-Zylinder-Transaxle-Porsche vor Franc Kooistra (Porsche 944 S2) für sich entscheiden. Im ersten Rennen hatte Kooistra noch den Sieg eingefahren.

Nach einer langen Sommerpause geht es für die Spezial Tourenwagen Trophy erst vom 5. bis 6. Oktober auf dem Nürburgring weiter. Nur zwei Wochen danach findet ebenfalls auf dem Nürburgring das Finale der Traditionsrennserie statt.

Erschienen auf Auto-Rennsport.de