Le Mans: Audi siegt bei tragischem Rennen

Tom Kristensen baut seinen Rekord an der Sarthe auf nunmehr neun Siege aus. Zusammen mit Allan McNish und Loïc Duval gewann der Audi-Recke die 81. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans. Das Rennen wurde allerdings durch den Unfalltot des Dänen Allan Simonsen überschattet.

Tom Kristensen baut seinen Rekord an der Sarthe auf nunmehr neun Siege aus. Zusammen mit Allan McNish und Loïc Duval gewann der Audi-Recke die 81. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans. Das Rennen wurde allerdings durch den Unfalltot des Dänen Allan Simonsen überschattet.

Am Ende war es doch ein spannendes Rennen. Toyota hat die 24 Stunden von Le Mans lange offen gehalten. Doch die Routiniers im Audi-Lager leisteten sich keine Fehler. Tom Kristensen, Allan McNish, Loïc Duval spulten gekonnt ihr Programm ab und holten den Sieg verdient nach Ingolstadt. Für den Dänen war es heute sicher einer der schönsten und gleichzeitig schlimmsten Tage seiner Karriere. Gestern Nachmittag kurz nach dem Start war sein Landsmann und guter Freund Allan Simonsen bei einem Unfall in seinem Aston Martin ums Leben gekommen.

Nachdem die Audi-Prototypen mit den Startnummern eins und drei gestern Abend kurz hintereinander Probleme hatten und die Titelverteidiger sogar durch den notwendigen Tausch der Lichtmaschine mehrere Runden zurückgeworfen wurde, war die Toyota-Truppe zur Stelle und übernahm lange Zeit die Plätze zwei und drei. Oliver Jarvis, Lucas di Grassi und Marc Gené konnten gegen Mittag den Bronzerang zurückerobern und bis ins Ziel verteidigen.

Für Toyota blieb ein durchaus respektabler Silberrang. Anthony Davidson, Stéphane Sarrazin und Sébastien Buemi blieben wie die Sieger ohne Fehler. Kurz vor Schluss schaffte es Buemi sogar, den Rundenrückstand von zwei Runden, den sich das Trio zwischenzeitig eingehandelt, auf eine Runde zu verringern, als er Ende der Start-Ziel-Geraden an Kristensen vorbeizog. Wenige Minuten vor dem Ende verzichtete der Däne freilich auf allzu heftige Gegenwehr.

Strakka Racing schloss das Rennen als bestes Privatteam der LMP1 ab. Nick Leventis, Danny Watts und Johnny Kane wurde Gesamtsechste und konnten sich immerhin die LMP2-Meute vom Hals halten. Die Rebellen hingegen blieben weit hinter den Erwartungen zurück. Andrea Belicchi, Matthias Beche und Cheng Congfu erlebten das Ende des Rennens nicht mit, der Schwesterwagen mit Nick Heidfeld, Nicolas Prost und Neel Jani verschwand in den Tiefen des Klassements auf Rang 40.

In der LMP2 fuhr Oak Racing mit den beiden Morgan-Rennern einen Doppelsieg ein. Bertrand Baguette, Ricardo González und Martin Plowmann siegten vor ihren Teamkollegen Jaques Nicolet, Jean-Marc Merlin und Philippe Mondolot. Bis zum Schluss spannend war der Kampf um Bronze bei den Kleinen. Die ADR-Delta-Fahrer Roman Rusinov, John Martin und Michael Conway hatten schließlich das bessere Ende für sich und konnten sich knapp gegen Jann Mardenborough, Lucas Ordoñez und Michael Krumm durchsetzen.

Porsche-Dominanz in beiden GT-Klassen

Porsche heimste in der GTE-Pro-Klasse ebenfalls einen Doppelsieg ein. Zunächst machte der Unfall von Frédéric Makowiecki, der in Führung liegend seinen Aston Martin auf der Hunaudières-Geraden verlor, den Weg für den ersten Porsche frei. Später profitierte der zweite Wagen von Regenfällen, Safety-Car-Phasen und der guten Taktik der Manthey-Truppe. Richard Lietz, Romain Dumas und Marc Lieb siegten schließlich vor Jörg Bergmeister, Patrick Pilet und Timo Bernhard.

Stefan Mücke verlor den Silberrang bei der letzten Gelbphase gegen Patrick Pilet, nachdem seine Boxencrew schlicht die falschen Entscheidungen im Regen traf und zudem Pech mit dem Safety-Car hatte. So blieb für Mücke, Peter Dumbreck und Darren Turner der dritte Rang. Ausgleichende Gerechtigkeit, könnte man meinen. Bergmeister, Pilet und Bernhard hatten in der ersten der vielen Fahrten hinter dem Sicherheitsfahrzeug jene gut zwei Minuten verloren, die sie nun im Ziel vor dem Aston-Martin-Trio lagen.

IMSA Performance Matmut machte den Tag für Porsche perfekt. In der GTE-Am ging der Sieg an Jean Carl Vernay, Raymond Narrac und Christophe Bourret. Zweiter wurden Piergiuseppe Perazzini, Lorenzo Case und Darryl O’Young im AF-Corse-Ferrari vor Jack Gerber, Matthew Griffin und Marco Cioci im Schwesterwagen.

 


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