Dörr Motorsport: Ausfall, Silber und Klassensieg

Dörr Motorsport erlebte ein bittersüßes Pfingstwochenende in der Vulkaneifel. Mit dem BMW Z4 M Coupé errang das Frankfurter Ensemble einen Klassensieg beim 24-Stunden-Rennen, wohingegen der McLaren-Supersportwagen im ersten Umlauf ausrollte. Zwei Podestplätze mit dem Toyota GT86.

Dörr Motorsport erlebte ein bittersüßes Pfingstwochenende in der Vulkaneifel. Mit dem BMW Z4 M Coupé errang das Frankfurter Ensemble einen Klassensieg beim 24-Stunden-Rennen, wohingegen der McLaren-Supersportwagen im ersten Umlauf ausrollte. Zwei Podestplätze mit dem Toyota GT86.

Im Hause Dörr Motorsport lagen vergangenes Wochenende – wie so oft – Freud und Leid dicht beieinander. Einerseits versetzte der Defektteufel dem McLaren-Supersportwagen frühzeitig den K.o.-Schlag; anderseits erfocht die BMW-Besatzung den SP6-Klassensieg auf dem Nürburgring. Obendrein sicherte sich die Toyota-Fraktion die Ränge zwei bis vier. Kurzum: ein bittersüßes 24-Stunde-Rennen für den Frankfurter Rennstall und sein Fahrzeugquintett.

„Hinter uns liegt ein hartes Wochenende, in dem jeder im Team seinen vollen Einsatz erbracht hat“, resümiert Teamchef Rainer Dörr. „Das frühe Ausscheiden des McLaren hat uns alle sehr getroffen, doch der Klassensieg des Z4 M Coupés und das tolle Abschneiden der Toyota motivieren uns, auch in Zukunft wieder anzugreifen.“ Der McLaren MP4-12C, welcher beim Saisonglanzpunkt schwarz anstatt orange lackiert wurde, bleibt jedoch ein Problemkind der Hessen.

Bereits im Laufe der Top-40-Qualifikation haderte McLaren-Pilot Rudi Adams mit technischen Problemen, was eine bessere Platzierung in der Startaufstellung vereitelte. Peter Kox übernahm schließlich am Sonntagnachmittag die erste Schicht, welche jedoch jählings endete. Obzwar der Niederländer die ein oder andere Positionsverbesserung vornahm, strandete der GT-Inselsportler mit Motorungereimtheiten auf der Nordschleife. Das vorzeitige Aus. 

„Wir haben uns monatelang auf dieses Event vorbereitet und die ersten Trainingssitzungen stimmten uns optimistisch für das Rennen“, seufzt Team-Manager Uwe Isert nach dem desaströsen Auftakt. „So früh auszufallen, ohne zu zeigen, was möglich gewesen wäre, ist nach der langen Arbeit natürlich enttäuschend.“ Derweil rehabilitierten Stefan Aust, Rob Thomson, Frank Weishar und Andreas Weishaupt mit dem BMW Z4 M Coupé das Fiasko des Schwesterfahrzeuges.

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Klassensieg trotz zweier Intermezzi

Jedoch verlief auch bei dem BMW-Gespann nicht alles nach Plan. Zunächst hatte Weishaupt das Gefecht von der SP6-Poleposition in Angriff genommen, musste jedoch umgehend die Box ansteuern, da sich im Bereich des Kühlers die Luftführung gelockert hatte. Nach einer Zwangspause wegen der Reparatur erkämpften die Dörr-Schützlinge ihre Position in der Spitzengruppe zurück, wurde allerdings in einer Kollision verwickelt: Degradierung auf Rang vier.

Als am Montagmorgen das Rennen nach einer neunstündigen Rotphase schließlich wieder gestartet wurde, begann die BMW-Truppe ihre Aufholjagd. Aust eroberte schlussendlich in der finalen Phase die Führung zurück und sicherte den Siegerpokal. „Unsere Piloten haben unter schwierigsten Bedingungen einen ausgezeichneten Job gemacht und sind durch ihre Konstanz in den letzten Stunden immer weiter nach vorn gekommen“, attestiert Isert seinen Schützlingen. 

Indes ergatterten Hans-Martin Gass, Heiko Hahn, Roland Konrad und Kristian Vetter, von Platz vier gestartet, mit dem Toyota GT86 die Silbermedaille in der V3-Division. Dahinter sortierten sich die Stallgefährten Dirk Heldmann, Alexander Hofmann, Rolf Scheibner und Giampaolo Tenchini, die somit das Stockerl komplettierten. Markus Grossmann, Dierk Möller-Sonntag, Guido Naumann und Maximilian Sandritter rundeten das Resultat für Dörr Motorsport mit Platz vier ab.


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