VLN-Qualifikation: Alzen schwimmt zur Poleposition

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Die Startaufstellung für den zweiten VLN-Lauf wurde unter nasskalten Bedingungen ausgefochten. Letztendlich profilierte sich Uwe Alzen abermalig als Nordschleifen-Connaisseur und tütete die Poleposition ein. Rowe Racing startet an zweiter Stelle. Der Wetterbericht prognostiziert leichten Schneeregen.

Nasskaltes Wetter herrschte am Samstagvormittag in der Vulkaneifel. Streckenweise umhüllten gar Nebelschwaden den Nürburgring, und Regenschauer sorgten für schmierige Pistenverhältnisse. Nordschleife-Spezialist Uwe Alzen kamen jene, widrigen Bedingungen in der VLN-Qualifikation jedoch zupass: Der BMW-Pilot brillierte bei diesen charakteristischen Gegebenheiten und sicherte sich die Poleposition für den 55. ADAC-ACAS-H&R-Cup. 

Da zu Beginn an zahlreichen Streckenabschnitten noch gelbe Flaggen geschwenkt wurden, gestaltete sich die anfänglich Zeitenjagd schwierig. Darum fiel die Entscheidung erst in den Schlussminuten. Alzen erzielte seine schnellste Rundenzeit schließlich, als die Sitzung bereits abgewinkt wurde: Die Uhr stoppte bei 9:53,728 Minuten. Damit knackte der Routinier aus dem rheinland-pfälzischen Kirchen als einziger Pilot die Marke von zehn Minuten. 

Ebenfalls freie Sicht auf die erste Kurve hat die Mercedes-Benz-Mannschaft von Rowe Racing. Lance David Arnold meisterte die Kombination aus Grand-Prix-Kurs und Nordschleife in 10:09,371 Minuten, womit der Flügeltürer-Lenker zwar einen Rückstand von 15,643 Sekunden verbuchte, sich aber an zweiter Stelle einsortierte. Die zweite Startreihe formiert sich aus Marcel Fässler (Phoenix-Audi/+16,282 Sekunden) und Wolf Henzler (Falken-Porsche/+21,772 Sekunden). 

GetSpeed unter den schnellsten Zehn, Wetterbericht prognostiziert Schneeregen

Dahinter klassierte sich Porsche-Werksfahrer Richard Lietz (Pinta-Porsche/+21,972 Sekunden), welcher die Bestleistung seines Vordermanns um lediglich zwei Hundertstel einer Sekunde verfehlte. Platz sechs belegte Georg Weiss (Wochenspiegel-Porsche/+23,964 Sekunden), der zugleich Klassenschnellster der SP7-Division war. Siebenter wurde wiederum Adam Osieka (GetSpeed-Porsche/+24,305 Sekunden) und qualifizierte sich somit als Cup-2-Klassenprimus. 

Marc Hennerici (Timbuli-Porsche/+24,478 Sekuden) ordnete sich als Achtschnellster im Klassement ein. Wolfgang Kohler (Manthey-Porsche/+26,180 Sekunden) und Dirk Adorf (Schubert-BMW/+26,786) komplettierten derweil die flottesten Zehn. Elfte wurden die BMW-Gaststarter von Marc VDS Racing; Maxime Martin verpasste den Trainingsschnellsten um 27,881 Sekunden. Jochen Krumbach (Manthey-Porsche/+36,474 Sekunden) hievte den Dicken auf Rang 15. 

Der Wetterbericht verspricht gegenwärtig keine Besserung der Lage, prognostiziert stattdessen weiterhin Regenschauer bei Temperaturen knapp über null Grad Celsius. Zur Mittagszeit ist zeitweise sogar leichter Schneeregen angekündigt. Der Startschuss zum 55. ADAC-ACAS-H&R-Cup, dem zweiten Wertungslauf der VLN-Langstreckenmeisterschaft, wird planmäßig um zwölf Uhr abgefeuert.