WEC-Saisonauftakt: Audi gewinnt in Silverstone

Mit einem Doppelsieg hat Audi die Titelverteidigungssaison in der Langstrecken-Weltmeisterschaft 2013 im britischen Silverstone begonnen. Toyota musste sich damit hinten anstellen. Aston Martin dominierte das Wochenende in den GTE-Klassen.

Mit einem Doppelsieg hat Audi die Titelverteidigungssaison in der Langstrecken-Weltmeisterschaft 2013 im britischen Silverstone begonnen. Toyota musste sich damit hinten anstellen. Aston Martin dominierte das Wochenende in den GTE-Klassen.

Noch am Samstagabend herrschte gute Stimmung bei Toyota. Beide TS030 hatten die erste Startreihe exklusiv. Am Sonntag wurden die Japaner dann von Audi eines Besseren belehrt. Allan McNish brauchte nur wenige Runden, um an Alex Wurz und Anthony Davidson vorbeizugehen und die Flucht nach vorn anzutreten – kurz darauf verfolgte sein Teamkollege Benoît Tréluyer dieselbe Mission.

Bei Toyota bekam man die beiden weiterentwickelten R18 TDI e-tron quattro anschließend nur noch bei Überrundungen oder auf den TV-Monitoren zu Gesicht. Daran ändern konnte auch ein kurzer Regenschauer nichts, der vor allem im Hinterfeld zu Turbulenzen führte. In der LMP1 war hingegen die einzige Auswirkung, dass bei Audi intern die Positionen getauscht wurden.

Doch auch damit war beim bayrischen Hersteller das letzte Wort noch nicht gesprochen – wie auch in Sebring bekamen beide Boliden freie Fahrt. Durch taktische Spiele in der letzten Rennstunde fiel McNish, der den letzten Stint fuhr, zwar wieder hinter Tréluyer zurück, hatte aber frischere Reifen. Tréluyer war hingegen drei Stints mit einem Satz unterwegs.

Audi entscheidet Rennsieg teamintern

In riesigen Schritten und mit neuen Rundenrekorden holte McNish den Rückstand von einer Minute auf, bis er es wenige Minuten vor Rennende an seinem Teamkollegen vorbei schaffte. Toyota musste sich also mit den Plätzen drei und vier begnügen, vor der Rebellion-Mannschaft, die bis auf wenige Runden zu Beginn nicht mithalten konnte.

Die Klasse für kostenreduzierte Prototypen LMP2 wurde hingegen von den Polesittern gewonnen. Antonio Pizzonia, James Walker und Tor Graves fuhren ein unauffälliges, aber fehlerloses Rennen und sicherten sich somit einen komfortablen Vorsprung vor dem Oak-Morgan, pilotiert von Olivier Pla, Alex Brundle und David Heinemeier-Hansson sowie der Greaves-Besatzung Chris Dyson, Michael Marsal und Tom Kimber-Smith, der sich im Schlussspurt gegen Martin Plowman im zweiten Oak-Auto durchsetzte.

Einen komplett ungefährdeten Sieg fuhren Darren Turner, Stefan Mücke und Bruno Senna in der GTE-Pro-Kategorie ein. Vom Start weg setzte sich das Trio ab und triumphierte mit einer Runde Vorsprung vor Kamui Kobayashi und Toni Vilander für AF Corse. Dritte wurden Frédéric Makowiecki, Pedro Lamy und Paul Dalla Lana, die nach zwischenzeitlichen Problemen zwar noch auf zwölf Sekunden an Kobayashi heran kamen, aber dann vom Japaner auf Distanz gehalten wurden.

Aston Martin ist nicht zu schlagen

Für das Porsche-Manthey-Team verlief das Debüt hingegen verwachsen. Am Anfang konnten die beiden Neunelfer vom Typ 991 noch mit der Konkurrenz mithalten, doch gegen Ende des Rennens hatten sie keine Chance mehr auf das Podium. Zudem hatte die Startnummer 91 eine unplanmäßige Reparatur. Somit wurden Marc Lieb, Richard Lietz und Romain Dumas Vierte und Jörg Bergmeister, Timo Bernhard und Patrick Pilet hinter dem AF-Corse-Ferrari von Gianmaria Bruni und Giancarlo Fisichella Sechste.

Wie auch in der Pro-Klasse, fuhr Aston Martin Racing in der GTE-Am einen Start-Ziel-Sieg ein. Der Dänen-Express Kristian Poulsen, Christopher Nygaard und Allan Simonsen fuhr einen Vorsprung von drei Runden auf die Verfolger heraus. Die weiteren Podiumsplatzierungen entschieden Ruí Aguas (8-Star-Ferrari) und Fernando Rees (Larbre-Corvette) in einem harten Zweikampf in den letzten Minuten.

Am Ende musste Aguas mit einem Reifenschaden nachgeben und Rees sowie Patrick Bornhauser und Julien Canal den zweiten Rang überlassen. Der Portugiese schaffte es aber noch das Rennen auf Platz drei gemeinsam mit seinen Teamkollegen Enzo Potolicchio und Philipp Peter zu beenden.


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