Silverstone-Halbzeit: Audi führt nach drei Stunden

Obwohl Toyota die erste Startreihe in Silverstone für sich hatte, drehte die Audi-Abordnung das Duell der beiden LMP1-Hersteller schon nach kurzer Zeit zu ihren Gunsten. Bei den GT bestimmt Aston Martin Racing nach der Qualifikation auch das Rennen.

Obwohl Toyota die erste Startreihe in Silverstone für sich hatte, drehte die Audi-Abordnung das Duell der beiden LMP1-Hersteller schon nach kurzer Zeit zu ihren Gunsten. Bei den GT bestimmt Aston Martin Racing nach der Qualifikation auch das Rennen.

Von den ersten beiden Positionen startend, hatte Toyota schon beim Rennbeginn in Silverstone freie Sicht nach vorn. Doch diese Aussicht konnten die Startfahrer Alex Wurz und Anthony Davidson nicht lang genießen – von der ersten Sekunde an mussten sie den Blick auf Allan McNish im Audi richten. Schon nach wenigen Runden passierte der Schotte beide Toyota-Boliden und trat die Flucht nach vorn an. Wenig später tat es ihm sein Teamkollege Benoît Tréluyer gleich.

Selbst für McNish überraschend klar, wie er im Interview erzählte, setzten sich beide Audi nach und nach ab. Zudem musste Wurz mit der Balance an seinem Auto kämpfen, weshalb er gezwungen war, schon beim ersten Stopp die Reifen zu wechseln, bei Audi war dies nicht nötig. Mit zunehmender Distanz festigten sich die Positionen beim Sechs-Stunden-Rennen in allen Klassen mit einem bis dahin ereignisarmen Rennen.

Doch wie auch die ELMS am Samstag, blieb die Sportwagen-WM nicht vom Regen verschont. Nach zweieinhalb Stunden öffnete der Himmel die Schleusen und urplötzlich waren alle Fahrer wieder wach – selbst Audi- und Toyota-Piloten fuhren ins Aus. Im folgenden Reifenpoker verzockte sich der japanische Hersteller zudem, weshalb die beiden TS030, derzeit in den Händen von Stéphane Sarrazin und Nicolas Lapierre 23 Sekunden, respektive eine Runde Rückstand auf die Audi haben.

Aston Martin dominiert die GTE-Klassen

Auch in der LMP2 brachte die nasse Strecke die Reihenfolge durcheinander. Die Lokalmatadoren von Delta-ADR hatten sich schon in der Doppelführung eingerichtet, als John Martin den Wagen unter dem G-Drive-Banner verlor und in die Boxenmauer einschlug. Nach einer Reparaturpause bewegt Roman Rusinov den Wagen derzeit auf Rang fünf. Damit sind die beide Oak-Wagen hinter das Delta-ADR-Schwesterauto aufgerückt.

Unbeeindruckt von der Feuchtigkeit zeigte sich hingegen Aston Martin Racing. Bruno Senna übernahm auf abtrocknender Strecke den Führungswagen mit einem Vorsprung von fast einer Minute auf Toni Vilander im AF-Corse-Ferrari. Romain Dumas liegt weitere zwölf Sekunden zurück. Nicht so gut verläuft derzeit das Rennen für die zweiten Ferrari-Boliden und Porsche, die ungeplante Aufenthalte in der Boxengasse hatten.

Neben der GTE-Pro führt Aston Martin im Jubiläumsjahr auch in der Amateur-Kategorie. Christopher Nygaard hat ein Polster von über einer Runde auf Ruí Aguas im AF-Corse-Satellitenteam 8 Star Motorsport. Patrick Bornhauser hat sich dahinter in der Larbre-Corvette auf Platz drei gearbeitet.


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