Audi hat die erste Bestzeit am Trainingsfreitag in Silverstone erzielt. Das Ingolstädter Werksduo steigerte sich im Laufe der ersten Sitzung peu à peu und belegte schlussendlich Rang eins und zwei. Toyota verbuchte einen Rückstand von einer Sekunde. In der GTE-Wertung setzte sich Ferrari gegen Porsche durch.
Englisches Regenwetter empfing die Akteure der Langstrecken-WM in der Grafschaft Northamptonshire. Darum wurde die erste Trainingseinheit in Silverstone unter nassen Streckenverhältnissen abgehalten, wobei der Asphalt im Laufe der Sitzung sukzessive abtrocknete. Folglich fielen die Rundenzeiten nach ersten Installationsrunden rapide und die Zwei-Minuten-Hürde wurde alsbald überwunden.
Überdies steigerte sich die Audi-Fraktion zum Ende des Trainingssegments nochmals eminent. Le-Mans-Rekordsieger Tom Kristensen umrundete den britischen Traditionskurs in 1:55,130 Minuten, womit sich der Däne an der Stirn des Klassements platzierte. Sein Stallgefährte André Lotterer verpasste die Bestmarke letztlich um nur 26 Tausendstelsekunden. Damit halsten die Ingolstädter Schützlingen den Konkurrenten von Toyota einen Rückstand von über einer Sekunde auf.
Denn Alexander Wurz erzielte in seinem flottesten Durchgang lediglich eine Bestleistung von 1:56,549 Minuten. Sein Markenkollege Sébastien Buemi ordnete sich wiederum eine Zehntelsekunde dahinter ein. Rebellion-Toyota behauptete sich im Sektor der privaten Rennställe. Nicolas Prost meisterte den Silverstone Circuit in 1:58,820 Minuten, womit der Schweizer 75 Tausendstel einer Sekunde zügiger als sein interner Rivale Cheng Congfu war. Danny Watts (Strakka-Honda/+4,993 Sekunden) bildete das Schlusslicht der Spitzenklasse.
In der LMP2-Wertung bestätigte ADR-Delta seine Leistungen von den Einstellfahrten. Mike Conway erzielte eine Bestzeit von 1:58,866 Minuten, womit sich der Oreca-Nissan-Lenker obendrein auf Gesamtposition fünf klassierte. Teamkollege Antonio Pizzonia rangierte indes an dritter Stelle (+3,495 Sekunden). Dazwischen zwängte sich Alex Brundle (Oak-Morgan), dem bloß 2,819 Sekunden auf den Klassenschnellsten fehlten.
Ferrari positioniert sich vor Porsche-Duo
Auf dem vierten Platz landete Pecom-Pilot Pierre Kaffer (Oreca-Nissan/+4,836 Sekunden), während Betrand Baguette (Oak-Morgan/+4,994 Sekunden) die besten Fünf vervollständigte. Dahinter sortierte sich Gaststarter Matthew Hoswon (KCMG-Morgan/+5,276 Sekunden) ein. Die restlichen Protagonisten der kleinen Prototypen-Division drehten bloß einige Umrundungen in gemächlichem Tempo.
Das erste Kräftemessen zwischen Porsche und Ferrari endete zugunsten des springenden Pferdes aus Maranello. AF Corse ließ sich in der ersten Trainingssitzung eine Bestzeit von 2:12,965 Minuten vermerken. Porsche-Werksfahrer Marc Lieb verzeichnete dagegen einen Rückstand von 0,767 Sekunden. Arbeitskollege Romain Dumas (+1,841 Sekunden) rangierte auf Rang drei.
Bei den Amateuren sicherte sich Titelverteidiger Larbre Compétition die erste Bestzeit des Trainingsfreitags. Fernando Rees zirkelte seinen Corvette-Boliden in 2:14,020 um die Piste in Zentralengland. Aston-Martin-Schützling Christoffer Nygaard (+0,891 Sekunden) reihte sich an zweiter Stelle ein. Die schnellsten Drei komplettierte Markenkollege Stuart Hall (+1,211 Sekunden).
Das zweite freie Training auf dem Silverstone Circuit beginnt um 17.25 Uhr Mitteleuropäischer Zeit. Voraussichtlich können die Rennställe im zweiten Durchgang ihre Fahrzeugkonfigurationen für trockene Bedingungen prüfen, da der Wetterbericht derzeit keine weiteren Regenschauer prognostiziert.

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