Französische GT: McLaren und Barthez siegen auf dem Circuito do Navarra

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Grégoire Demoustier und Ulric Amado siegten beim Spaniengastspiel der französischen GT-Tour und erzielten damit ihren zweiten Saisonsieg sowie den dritten McLaren-Erfolg in Navarra. Ex-Keeper Fabien Barthez und Morgan Moullin-Traffort gewannen auf Ferrari den zweiten Lauf.

19 GT3-Fahrzeuge starteten beim fünften von sieben Rennwochenenden der französischen GT-Meisterschaft „GT Tour“. Gefahren wurde auf dem knapp vier Kilometer langen Circuito do Navarra in Nordspanien, auf dem neben der GT-Weltmeisterschaft und der Blancpain Endurance Series, auch schon die Superleague Formula antrat.

Erster Lauf: McLaren siegt souverän

Die nordspanische Rennstrecke scheint dem McLaren MP4-12C GT3 gut zu liegen – Hexis Racing hatte dort in der GT-Weltmeisterschaft die ersten beiden Siege mit dem neuesten Fabrikat des englischen Sportwagenherstellers erzielt. Grégoire Demoustier war vor mehr als drei Monaten ebenfalls Teil dieses Erfolges. Der junge Franzose nutzte seine Streckenkenntnis und die Leistungsfähigkeit seines von ART Grand Prix eingesetzten McLaren, um sich die Poleposition mit mehr als einer Sekunde Abstand zu sichern. Demoustier fuhr bis zu den Boxenstopps einen beruhigenden Vorsprung heraus, den sein Partner Ulric Amado ins Ziel rettete. Henry Hassid und Anthony Beltoise (Pro GT by Almeras; Porsche) sowie Stéphane Ortelli und David Hallyday (Team Audi France; Audi) komplettierten das Podium.

Zweiter Lauf: Die Premiere für Barthez

Fabien Barthez hatte in Magny-Cours bereits sein erstes Podiumsergebnis erzielt, doch in Spanien gelangen ihm eine Verbesserung seiner Bestmarke um zwei Plätze. Es war der erste GT-Sieg für den Welttorhüter des Jahres 2000. Und dieser kam nicht von ungefähr: Für den ersten Lauf hatte Barthez seinen Sovrev-ASP-Ferrari für den zweiten Startplatz qualifiziert, doch nach einem schlechten Start und Scharmützeln mit Konkurrenten wurden er und sein Partner Morgan Moullin-Traffort nur Fünfte. Doch im zweiten Rennen des Wochenendes stimmten die Geschwindigkeit und das Rennglück. Moullin-Traffort übernahm nach einem Unfall am Start, durch den auch der ART-McLaren ausfiel, die Führung. Nach den Boxenstopps und Fahrerwechseln führte sein Partner Barthez das Feld an und gab die Führung bis zur Zielflagge nicht mehr ab. Auf dem Podium standen die beiden Pro-GT-by-Almeras-Paarungen Laurent Pasquali/Franck Perrera und Hassid/Beltoise.

Meisterschaftsstände der GT Tour

Mit sieben Podiumsplatzierungen in acht Rennen übernahmen Hassid/Beltoise die Führung der Meisterschaft (135 Punkte). Die ehemaligen Meisterschaftsführenden Ferrari-Piloten Eric Debard und Olivier Panis von Sofrev-ASP hatten ein mageres Wochenende, bleiben aber kanpp auf dem zeiten Rang (112 Punkte). Die Teamkollegen Barthez/Moullin-Traffort verbesserten sich auf Platz drei (100 Punkte). Pasquali/Perrera folgen auf Platz vier (98 Punkte).

Bei der Amateurfahrerwertung, dem Coup de France, sorgte Franck Morell (Team Pouchelon, Viper) mit einem fünften Startplatz für Aufsehen und wurde mit Partner Erwin France als Gesamtzehnter der Amateursieger des ersten Laufes. Den zweiten Lauf bei den Amateuren gewannen, die Meisterschaftsführenden Jean-Paul Buffin und Christian Demigneux (Ruffier Racing; Porsche).

Das vorletzte Rennwochenende der GT Tour findet am 29. und 30. September auf dem Circuit Bugatti in Le Mans statt.