Schubert Motorsport: „Ja zum Ring“

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Ein Zeichen in der Krise: Die Schubert-Mannschaft sagt „Ja zum Ring“. Deshalb ziert den Z4-Renner beim Sechs-Stunden-Rennen ein traditionelle Lackierung. Auf dem Auto ist in grün-roten Farben die Nürburgring-Nordschleife abgebildet. Darüber hinaus greift der Chef höchstpersönlich wieder ins Steuer. 

Der Nürburgring steckt tief in der Krise. Da die Pächter des Traditionskurses ihren Zahlungsverpflichtungen seit geraumer Zeit nicht mehr nachkommen, mussten die Betreiber vergangenen Woche Insolvenz anmelden. Doch Schubert Motorsport setzt in diesen Zeiten ein Zeichen und sagt „Ja zum Ring“. Deshalb startet die Speerspitze des Rennstalls aus Oschersleben, der BMW Z4 GT3, beim Sechs-Stunden-Rennen mit einer legendären Lackierung. 

Der Grand-Tourisme-Renner trägt am kommenden Sonnabend grün-rote Farben, welche auf dem Fahrzeug die Nürburgring-Nordschleife abbilden. In der Vergangenheit zierte bereits den BMW 320i E46 sowie den BMW 320d E90 besagte Lackierung, um sich zur Grünen Hölle zu bekennen. Beim siebenten Wertungslauf in diesem Jahr wird das deutsch-norwegische Duo Peter Posavac und Anders Buchardt den Z4-Boliden im altbekannten Gewand durch die Eifellandschaft chauffieren. 

„Ein Schubert-BMW im ‚Sag Ja zum Ring‘-Design – das hat Tradition in unserem Team“, erklärt Team-Manager Stefan Wendl. „Der Nürburgring ist neben Oschersleben unser zweites Zuhause. Allein 2012 sind wir hier achtmal am Start. Mit der Sonderlackierung des BMW Z4 GT3 wollen wir unseren vielen Fans etwas zurückgeben und uns zum Nürburgring bekennen. Das Sechs-Stunden-Rennen ist nach dem 24-Stunden-Rennen fraglos das Highlight der Langstrecken-Saison. Also der perfekte Zeitpunkt, den ‚Sag Ja zum Ring‘-Z4 an den Start zu bringen.“ 

Entsprechend euphorische äußern sich auch die Fahrer zu der Aktion. „Einfach fantastisch, wieder mit Schubert Motorsport an den Start zu gehen“, jauchzt Posavac. „Wir haben immer eine enge Verbundenheit zu einander gepflegt, und jetzt bin ich ganz aufgeregt, auf der Nordschleife zu starten. Das mit dem BMW Z4 GT3 zu tun, ist natürlich eine tolle Sache, denn er hat noch ein paar Updates bekommen, seit ich ihn das letzte Mal gefahren bin. Dass wir, die wir den Nürburgring so lieben, auch mit der Lackierung Flagge zeigen, finde ich wichtig und ein gutes Zeichen an die Fans.“

Schubert höchstpersönlich am Start 

Ferner feiert Teamchef Torsten Schubert seine Rückkehr auf die Strecke. Der Kopf des Ensembles greift beim Sechs-Stunden-Rennen ins Steuer des BMW 320d und gibt damit sein Comeback in der VLN-Langstreckenmeisterschaft. Die Lenkradarbeit teilt sich Schubert mit seinem skandinavischen Kollegen Nils Tronrud. 

„Ich wollte in diesem Jahr auf jeden Fall noch ein Rennen bestreiten“, kommentiert Schubert seinen Einsatz. „Dazu ist es wegen der intensiven Vorbereitung auf das 24-Stunden-Rennen bisher nicht gekommen. Mit dem BMW 320d ist das Ziel, sich wieder einzufahren, um eventuell zu einem späteren Zeitpunkt mit dem Z4 GT3 zu fahren. Beim Sechs-Stunden-Rennen kommt es auch darauf an, ohne Fehler durchzufahren. Wenn uns das gelingt, ist eine gute Platzierung in der Diesel-Klasse für uns drin.“