Marc VDS Racing: Führung auf Pump

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Der BMW Z4 der belgischen Marc-VDS-Truppe führt nach einem kurzen Audi-Intermezzo und vielen Runden hinter dem Safetycar die 24 Stunden von Spa sicher an. Maxime Martin fährt zeitweise, vor allem im Regen, in einer anderen Welt. Aber das Team muss noch eine Strafe absitzen.

Markus Palttala wurde vor dem Rennen von den Rennkommissaren mit einer Stop-and-Go-Strafe belegt, nachdem er in der Vorqualifikation am Donnerstagabend in einer Kurve die Strecke verlassen hatte und seine Zeit gestrichen wurde. Er muss diese Strafe innerhalb seiner ersten drei Rennrunden absitzen. Bislang hat man den Finnen aus dem Renngeschehen herausgehalten und Maxime Martin und Bas Leinders verrichten die Arbeit hinter dem Steuer.

Der Plan ist, nach sechs respektive zwölf Stunden möglichst viele Punkte für die Meisterschaft einzuheimsen. Das ging zunächst einmal auf. Nach dem ersten Rennviertel gingen zwölf Punkte an die belgische Truppe. Trotzdem verrichten die beiden belgischen Fahrer weiterhin alleine den Fahrdienst. Da man momentan gut unterwegs ist, hegt man die Hoffnung, die für die Strafe benötigte Zeit schon vorher herausfahren zu können. Dazu wäre etwa ein Vorsprung von 40 Sekunden nötig.

Doch die Truppe zahlt einen hohen Preis für die wichtigen Punkte. In der zweiten Rennhälfte wird Palttala die Hauptarbeit verrichten müssen. Zum einen ist die Belastung, der sich Martin und Leinders derzeit aussetzen immens, zum anderen darf man nicht die zulässige Gesamtfahrzeit der Piloten aus den Augen verlieren. Wäre diese für die beiden Belgier verstrichen und der Finne würde die maximal zulässige Anzahl erlaubter Stints am Stück überschreiten, müsste man eine weitere Strafe auf sich nehmen.

Jeder Fahrer darf maximal 14 Stunden des Rennens bestreiten. Nach jeweils drei gefahren Stunden am Stück ist für die Fahrer eine Pause von einer Stunde vorgeschrieben. Alles in Allem stellt das Ganze kein unmögliches Unterfangen dar. Die Taktik der Belgier leuchtet ein, birgt aber auch Risiken. Neben den Ardennen-typischen Wetterkapriolen kommt so eine zusätzliche Spannungskomponente in die 2012er Ausgabe der 24 Stunden von Spa-Francorchamps.

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