Tabellenführung zur Halbzeit: Alpina-Regentanz in der Eifel

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Der nasse Nürburgring-Asphalt ebnete dem Alpina-Rennstall den Pfad zur Tabellenführung. Dino Lunardi und Maxime Martin profitierten in der Eifel vom Regenwetter und schwammen am Sonntag zum Laufsieg. Im ersten Durchgang legte das Duo mit einem Podiumsbesuch den Grundstein.

Alpina machte dieses Wochenende seinem Namen alle Ehre. Denn im Zentrum des Rheinischen Schiefergebirges stellte der froschgrüne B6-Brummer seine alpinen Fertigkeiten unter Beweis. Auf diese Weise katapultierten sich Dino Lunardi und Maxime Martin beim Gastspiel auf dem Nürburgring an die Tabellenspitze. Lavierte sich das französisch-belgische Gespann am Sonnabend noch auf den Silberrang, feierte das Duo tagsdarauf den zweiten Saisonsieg. 

„Wir sind wieder zurück im Meisterschaftsrennen“, jubelt Lunardi über das Resultat in der Eifel. „Im zweiten Rennen wurde es am Rennende allerdings nochmals etwas schwierig, denn auf abtrocknender Strecke stieg der Reifendruck stark an. Ich habe mich nur noch darauf konzentriert, den Sieg ins Ziel zu fahren.“ 

Ferner profitierten die schwäbische Equipe von dem Regenwetter in Rheinland-Pfalz. Schließlich leistete Martin im zweiten Wertungslauf auf nasser Piste die Vorarbeit zum Sieg. Zunächst stürmte das GT-Ass binnen weniger Umläufe an den Gipfel des Klassements und distanzierte sich anschließend von seiner Verfolgergruppe. Lunardi brachte den Erfolg infolge eines reibungslosen Boxenstopps schlussendlich unter Dach und Fach. 

Herzschlagfinale im ersten Durchgang 

„Wir konnten an diesem Wochenende besonders von dem Regen profitieren“, analysiert Martin das Fahrverhalten seines Arbeitsgerätes. „Als sehr viel Wasser auf der Strecke stand, war das Auto perfekt. Man hat aber gesehen, dass der zweitplazierte Mercedes auf abtrocknender Strecke einen Vorteil hatte. Zum Ende wurde es so nochmals sehr spannend, aber zum Glück hat es zum Sieg gereicht.“ 

Bereits am Vortag entpuppte sich der Alpina B6 GT3 als veritabler Regentänzer. Einziges Manko: Zu Beginn des Rennens bauten die Reifen noch keine adäquate Haftung auf, weshalb Startfahrer Lunardi anfangs einige Positionen einbüßte. Im Laufe seiner Schicht arbeite sich der Franzose jedoch sukzessive in der Wertung nach vorne. Letztlich steuerte der Routinier aus Nîmes seine Box als Vierter zum Pflichtstopp an.

Der Wechsel auf Trockenreifen wurde problemlos abgewickelt. Martin übernahm das Steuer. Überdies schlug die Alpina-Mannschaft Kapital aus einer Strafe der Konkurrenten aus dem Mercedes-Lager. Auf diese Weise wurde Martin auf Platz zwei gespült, den der Belgier mit Händen von Füßen über den Zielstrich rettete. Denn Porsche-Pilot Sean Edwards pirschte sich im Schlussspurt nochmals gefährlich nah an seinen Rivalen heran. Beim Zieleinlauf trennten die Kontrahenten zwei Hundertstelsekunden.

Martin als „Regengott“

„Der Regen an diesem Wochenende war sehr schade für die zahlreichen Fans, aber perfekt für uns“, bilanziert Alpina-Teamchef Andreas Bovensiepen. „Das Wetter hat uns geholfen, dazu hatten wir in beiden Rennen eine gute Strategie, haben keine Fehler gemacht und hatten auch die schnellsten Boxenstopps. An diesem Wochenende hat einfach alles gepasst. Bei Regen zeigen sich besonders die Qualitäten der Fahrer, und wir haben bewiesen, dass wir mit Dino Lunardi und Maxime Martin zwei der schnellsten Fahrer im gesamten Feld haben.“ 

Mit Startplatz drei hatten wir im zweiten Rennen alle Chancen und Maxime hat demonstriert, warum man ihn auch als Regengott bezeichnet“, lobt Bovensiepen die Kompetenz seines belgischen Schützlinges. „Bei trockener Strecke wäre es hier sicherlich schwieriger für uns geworden, das hat sich gezeigt, als die Strecke trockener wurde, da kamen Mercedes und Audi etwas besser zurecht.“ 

In der Punktewertung sind Lunardi und Martin somit an ihren Rivalen Diego Alessi und Daniel Keilwitz aus dem Hause Callaway Competition vorbeigeschlüpft. Zur Saisonhalbzeit hat die Alpina-Fahrerpaarung 90 Punkte gesammelt und liegen fünf Zähler vor ihren ärgsten Rivalen. Indes erzielten die Markenkollegen Florian Spengler und Johannes Leidinge unter der Ägide von Frank Engstler bei der Nürburgring-Runde die Ränge 23 und 24.