ELMS-Qualifikation: Oak Racing mit Nicolet und Lahaye vorn

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Bei trockenen Bedingungen fuhr Matthieu Lahaye mit dem Morgan-Judd des französischen Oak-Racing-Teams auf die ELMS-Poleposition. Acht LMP2 befinden sich innerhalb von knapp einer Sekunde, Cocker und Walker führten im JMW-Ferrari die GTE-Kategorie an.

Die bekannten 13 Fahrzeuge gingen in die 20-minütige Qualifikation des zweiten Saisonlaufes der ELMS auf dem Traditionskurs im Donington Park. Im Gegensatz zu den starken Niederschlägen des Freitag fand die Sitzung unter trockenen Bedingungen statt.

Der höchste Wettbewerb herrschte zweifelsohne in der LMP2-Kategorie, die immerhin mit neun Fahrzeugen aufwarten konnte und damit mit als einzige der vier zahlenmäßig gut vertreten war. Aber nicht nur aus quantitativer Perspektive zeigte sich das LMP2-Feld gut sortiert, sondern auch aus qualitativer: acht der neuen Prototypen befanden sich auf der vier Kilometer langen Rennstrecke innerhalb von nur einer Sekunde. 

Oak Racing mit solider Teamleistung – Judd vor Nissan

Matthieu Lahaye erzielte seine erste Polepostion im Prototypen-Rennsport sowie die erste für Oak Racing und Judd im Jahr 2012. Hinter dem Morgan von Nicolet und Lahaye (1:20,921 Minuten) starten Mathias Beche und Pierre Thiriet mit dem Oreca-Nissan von Thiriet by TDS Racing (1:21,063 Minuten), die den ersten ELMS-Lauf in Le Castellet von der Poleposition gewonnen hatten und in Le Mans als beste ELMS-Starter Klassenzweiter wurden. 

Auf dem dritten Platz lag der dritte Chassis-Hersteller: das britische Jota-Team mit den Fahrern Simon Dolan und Sam Hancock auf ihrem Zytek-Nissan (1:21,192 Minuten). Dahinter startet der von einem Nissan-Motor angetriebene zweite Oak-Morgan von Platz vier (1:21m226 Minuten) Das starke Trio Oliver Pla, Betrand Baguette und Dimitri Enjalbert wird aber im Rennen alles andere als chancenlos sein.

Greaves Motorsport startet mit den Fahrern Lucas Ordoñez, Tom Kimber-Smith und Martin Brundle von Rang fünf (1:21,238 Minuten). Es folgt das in der Meisterschaft drittplatzierte irische Team von Status GP (1:21,293 Minuten), das aber mit zwei neuen Fahrern antritt: Alexander Sims teilt sich den Lola-Judd mit den Jousse-Brüdern Julien und Maxime. Es folgten Sebastien Loeb Racing (1:21,539 Minuten), Murphy Prototypes (1:21,971 Minuten) und als letzter LMP2 Pecom Racing (1:22,879 Minuten), das mit dem Deutschen Pierre Kaffer in Le Mans Klassendritter geworden war.

Boutsen Ginion Racing stellte den einzigen LMPC-Prototypen, den Thomas Dagoneau lediglich eine halbe Sekunde vor dem besten GT-Fahrzeug platzieren konnte.

GTE-Pole für JMW-Ferrari – Cocker benötigt neuen Mitfahrer

Nur drei Fahrzeuge traten in den beiden GTE-Kategorien an. Von den erst kürzlich (als GTC) zugelassenen GT3-Fahrzeugen startete keines in Donington – zu viele andere GT-Wettbewerbe finden europaweit zeitgleich statt. Jonathan Cocker stellte die Hackordnung zwischen den Pro- und Am-Besatzungen am Samstag wieder her: Er fuhr seinen Ferrari 458 Italia von JMW Motorsport mit fast einer halben Sekunde Vorsprung (1:29,328 Minuten) vor den „Amateuren“ von AF Corse (Marco Cioci: 1:29,328 Minuten) und IMSA Performance (Nicolas Armindo: 1:30,183 Minuten) auf die GTE-Pro-Poleposition. Am regnerischen Freitag hatten die beiden GTE-Am-Fahrzeuge die Trainingsbestzeiten noch für sich verbuchen können. Cocker wird am Sonntag allerdings wohl ohne seinen Mitfahrer James Walker auskommen müssen, da dieser ob der Geburtswehen seiner Frau abgereist ist. Ein Ersatzfahrer ist noch nicht bekannt. 

Das Sechs-Stunden-Rennen wird am morgigen Sonntag um 12.55 Uhr MESZ gestartet. Live Timing und Radio-Le-Mans-Berichterstattung werden auf der offiziellen Internetseite angeboten.