Halbzeit in Le Mans: Toyota schließt die Garagentore

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Trotz nächtlichem Zwischensprint: Toyota warf rund eine Stunde vor der Rennhalbzeit das Handtuch. Damit behauptet Audi unangefochten die Dreifachführung bei den 24 Stunden von Le Mans. Dahinter profitiert Rebellion. Indes gab es einige Positionsverschiebungen in den anderen Kategorien.

Unlängst ist die Nacht über die französische Region Pays de la Loire hereingebrochen. Eine rabenschwarze Nacht für Toyota. Eine Viertelstunde vor zwei Uhr rollte Alexander Wurz im verbliebenen Hybridvehikel mit einem Motorschaden an die Box, obwohl der Österreicher sich zuvor noch anschickte, im Hinterfeld Boden gutzumachen. Damit ist Feierabend für den pazifischen Neuankömmling bei den 24 Stunden von Le Mans.

Audi kann folglich abermals einen Gang zurückschalten. Zur Rennhalbzeit liegen die beiden Hybridrenner aus der Ingolstädter Schmiede auf den Rängen eins und zwei. Titelverteidiger Marcel Fässler führt mit 188 Runden vor Le-Mans-Rekordsieger Tom Kristensen. Auf dem Bronzeplatz rangiert Marco Bonanomi, dessen Stallgefährte Mike Rockenfeller in der Startphase noch mit technischen Gebrechen haderte.

Ein kleines Trostpflaster für die fernöstlichen Novizen: Nutznießer der Toyota-Nullnummer sind deren Kunden. Rebellion Racing wird zu nächtlicher Stunde an vierter und fünfter Stelle geführt. Derzeit hat Neel Jani die Nase vor Jeroen Bleekemolen. Auf dem sechsten Platz komplettiert Audi-Schützling Romain Dumas die Spitzengruppe, welcher sich unterdessen einen Ausritt ins Kiesbeet der Ford-Kurve leistete. Die Verfolger von Strakka mussten ihren Honda-Prototyp zum Reparaturstopp in die Box schieben, sind aber wieder auf die Piste zurückgekehrt.

Oak Racing und Corvette verlieren Podiumsrang

In der LMP2-Riege liegt aktuell Ryan Dalziel (Starworks-Honda) in Führung. Die ärgsten Rivalen aus dem Hause Oak Racing sind dagegen ins Hintertreffen geraten. An zweiter Position liegend, steuerte Oliver Pla außerplanmäßig seinen Stellplatz an. Nachdem eifrig an dem Morgan-Prototyp geschraubt wurde, machten die Eichen letztlich Feierabend. Profiteure sind Luís Pérez Companc (Pecom-Oreca-Nissan) und Roman Rusinov (Signatech-Oreca-Nissan), welche sich damit auf Podiumskurs befinden.

Ein ähnliches Szenario spielte sich in der Profiwertung der Grand-Tourisme-Division ab. Corvette-Werksfahrer Richard Westbrook belegte Rang drei, als der Langstrecken-Routiniere einem Reifenschaden anheimfiel. Obendrein verlor sein Arbeitsgerät besagtes Rad, woraufhin Westbrook zu einem längeren Aufenthalt in der Garage humpelte. Letztlich kehrte der Brite an sechster Stelle zurück auf die Strecke.

Angeführt wird die Gran-Turismo-Kategorie von Giancarlo Fisichella (AF-Corse-Ferrari) vor seinem Markenkollegen Dominik Farnbacher in Diensten von Luxury Racing. Den letzten Podestplatz beansprucht bis dato Jan Magnussen (Corvette) für sich. Im Lager der GT-Amateure ist zur Halbzeit Raymond Narac (IMSA-Porsche) Spitzenreiter. Dahinter hat sich Julien Canal (Larbre-Corvette) eingenistet.