Grand-Am: Westbrook holt Sieg in Mid-Ohio

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In einem spannenden Schlusssprint konnte sich der Brite Richard Westbrook im Spirit of Daytona-Corvette DP gegen den US-Amerikaner Scott Pruett vom Team Ganassi durchsetzen und den Sieg in Mid-Ohio einfahren. BMW gewinnt die GT-Wertung.

Noch siebeneinhalb Minuten standen auf der Uhr, als sich João Barbosa und Max Angelelli im Zweikampf berührten. Das hieß, dass das Safety-Car noch einmal auf die Strecke musste. Nach der Rennfreigabe kam es zu einem Schlusssprint, wie er sonst nur in der NASCAR vorkommt.

Richard Westbrook, der mit Teamkollege Michael Valiante 87 der 111 Runden geführt hatte, konnte einen schnelleren Scott Pruett hinter sich halten und so seinen zweiten Saisonsieg feiern. Den ersten holte er mit Antonio Garcia im Barber Motorsports Park. Garcia ist allerdings zur Zeit in Le Mans und wurde daher von Michael Valiante vertreten.

„Richard (Westbrook) und ich haben noch vor dem Rennen darüber gesprochen, wie sehr wir hier gewinnen wollen und wie gut unser Auto ist“, so Valiante nach dem Rennen, der den Start fuhr. „Ich war optimistisch in den paar Rennen, die ich hier fahren werde auf das Podium zu kommen, also versuchte ich einfach in Front zu kommen und dort so lang wie möglich zu bleiben. Ich habe einfach gehofft, dass gut geht. Es war alles ein bisschen zu gut um wahr zu sein.“ Für ihn war es seit 2008 auf dem Infineon Raceway bei Sonoma der erste Sieg in einem Daytona Prototyp.

Am Ende hatte Scott Pruett einen Rückstand von 0,236 Sekunden in seinem Riley mit BMW-Befeuerung. Mit auf das Podium durften David Donohue und Terry Borcheller in der Action Express-Corvette. Die Top-Fünf komplettieren Lucas Luhr und Alex Popow im Starworks-Ford vor deren Teamkollegen Enzo Potolicchio und Ryan Dalziel. Für Jon Fogarty und Alex Gurney im „Red Dragon“ brachte die Poleposition einmal mehr nichts ein – sie wurden Siebte.

Die vierte Podiumsankunft im sechsten Rennen brachte Scott Pruett und Co-Pilot Memo Rojas – die Titelverteidiger – zurück an die Spitze der Fahrerwertung. Dahinter teilen sich David Donohue, Ryan Dalziel und Enzo Potolicchio mit zwei Punkten Rückstand den zweiten Platz.

BMW holt ersten Saisonsieg

Schon zur Rennhälfte war klar, dass Bill Auberlen im Turner-BMW M3 der Mann war, den es zu schlagen galt. Wie DP-Sieger Westbrook musste auch er sich zwar nach dem letzten Restart seinen Verfolgern erwehren, doch diese schafften es nicht, den entscheidenden Angriff zu setzen. Somit konnte Auberlen für sich und Fahrerkollege Paul Dalla Lana den Sieg klar machen.

„Wir hatten ein sehr gutes Auto, als ich das letzte Mal vor zwei Jahren hier war“, sagte Auberlen im Interview. „Es ist als ob ich nie weg gewesen bin. Das Auto mag einfach Mid-Ohio.“

Auf Rang zwei fanden sich die Tabellenführer Jeff Segal und Emil Assentato im FXDD-Ferrari ein. Dritte sowohl im Rennen und damit Zweite in der Tabelle wurden die Polesitter Robin Liddell und John Edwards im Stevenson-Camaro.

Das nächste Rennen ist am 23. Juni auf der Road America im Bundesstaat Wisconsin.