Sachsenring: Alessi und Keilwitz erringen Start-Ziel-Sieg

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Die Tabellenführer Diego Alessi und Daniel Keilwitz lieferten auf dem Sachsenring eine fehlerfreie Vorstellung ab und gewannen den ersten Durchgang des GT Masters. Das Corvette-Gespann verteidigte selbst die Offensive der Alpina-Equipe im Endspurt, deren Boxentaktik wiederum nicht aufging.

Das Callaway-Duo Diego Alessi und Daniel Keilwitz verließ zu keiner Zeit die Siegerstraße. Die Tabellenführer nahmen das Samstagsrennen auf dem Sachsenring von der Poleposition in Angriff und erkämpften sich einen tadellosen Start-Ziel-Sieg. Einzig die Alpina-Schützlinge Dino Lunardi und Maxime Martin waren in der Lage, die Führungsposition der Corvette-Piloten anzufichten, doch deren Maßarbeit wurde letztendlich nicht belohnt.

Im Gegenteil: Die Titelverteidiger strapazierten das Boxenfenster aufs Äußerste und wickelten ihren Pflichtstopp unmittelbar vor dem Ablauf der vorgesehenen Zeitspanne ab. De facto rentierte sich dieser strategische Poker allerdings nicht, denn Martin kehrte wieder an zweiter Stelle auf die Piste zurück. Fortan schickte sich der Franzose an, Spitzenreiter Keilwitz seinen Rang abspenstig zu machen – erfolglos.

Stattdessen beschädigte sich Martin seinen rechten Hinterreifen und musste seinen Mechanikern einen unangekündigten Besuch abstatten. Obwohl die Alpina-Equipe auf diese Weise Positionen en masse einbüßte, zeigte sich Martin gewillt, noch einen Punkt abzuräumen. Der Pechvogel preschte nochmals durch das Feld, jedoch vergebens. Martin kreuzte die Ziellinie auf dem elften Platz. Profiteure dieses Dramas waren Nicolas Verdonck und Jesse Krohn. 

Ford und Mercedes erweisen sich als Nutznießer 

Die belgisch-finnische Fahrerpaarung in Diensten der Wiesbadener Ford-GT-Delegation Lambda erbten infolge des Alpina-Intermezzos die Silbermedaille. Als Dritte erklommen die Sternkrieger Sebastian Asch und Maximilian Götz das Podium. Letzterer duellierte sich insbesondere in der Startphase mit Krohn – seinem Kontrahenten aus dem Ford-Lager, der schlussendlich das bessere Resultat für sich verbuchen konnte. 

Vierte wurden die Aston-Martin-Kutscher Christoffer Nygaard und Kristian Poulsen, welche während der Boxenstopps an den Mitstreitern von Mercedes und Corvette vorbeischlüpften. Dahinter reihten sich folglich Dominik Baumann und Harald Proczyk (Heico-Mercedes) sowie Andreas Wirth und Heinz-Harald Frentzen (Callaway-Corvette) ein. Letztgenannte hatten obendrein einen weiteren Silberpfeil im Nacken. 

Christiaan Frankenhout und Kenneth Heyer (Heico-Mercedes) hasteten nämlich nur eine halbe Sekunde hinter dem Corvette-Gespann über den Zielstrich. Neunte wurden Christopher Mies und Edward Sandström (Prosperia-Audi), während Toni Seiler und Frank Kechele (Corevette) die Topzehn komplettierten. Überdies meldeten auch Claudia Hürtgen und Dominik Schwager (Schubert-BMW) legitime Ansprüche auf einen Platz auf den vorderen Rängen an.

Katastrophale Bilanz für Schubert 

Denn Schwager hatte sich anfangs in der Verfolgergruppe eingeordnet, als sich Robert Renauer (a-workx-Porsche) eingangs der Start-und-Zielgeraden einen Fauxpas leistete. Renauer verminderte ex abrupto seine Geschwindigkeit, woraufhin Schwager mit seinem Z4-Renner dem Neunelfer ins Heck rauschte. Obwohl der Münchner das Rennen zunächst fortsetzen konnte, bahnte sich bereits das nächste Unheil an. 

Nachdem seine Kollegin das Steuer übernommen hatte, wurde die Fahrt jäh beendete, denn die Befestigung der Motorhaube hatte sich durch die Kollision destabilisiert und klappte hoch. Beim folgenden außerplanmäßigen Stopp wurde die Motorabdeckung kurzerhand demontiert und Hürtgen wieder auf die Strecke geschickt. Abschließend stieß die BMW-Pilotin mit einem Lamborghini-Renner zusammen – das endgültige Aus.

Im Großen und Ganzen hatten die BMW-Mannschaften am Sonnabend Fortuna nicht auf ihrer Seite. Simon Knap startete den Wertungslauf von Rang zwei und verpasste beim Ansteuern der erste Kurve den Bremspunkt, weshalb der DB-Motorsport-Fahrer im Kies strandete. In der zweiten Rennhälfte konnte sein Partner Jeroen den Boer den 19. Rang retten. Selbst das zweite Schubert-Ensemble, Mirko Bortolotti und Abdulaziz Al Faisal, beendete die Hatz lediglich auf Position 25. Bleibt abzuwarten, wie sich die Bayern im Sonntagsrennen schlagen. Jenes startet gleichermaßen um 12.30 Uhr.