Grand-Am: Doppelsieg für Action Express

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Für Chevrolet wurde es ein perfektes Rennen: Sowohl in der DP- als auch in der GT-Klasse konnte der Hersteller beim Heimrennen in Detroit gewinnen. Bei den Prototypen war es ein Doppelsieg für Action Express Racing, bei den GT siegte Autohaus Motorsports.

Mit einem bis dato intelligenten Rennen hatte sich João Barbosa kurz vor Schluss des „Detroit 200“ in eine aussichtsreiche Position gebracht und konnte alle Angriffe der Konkurrenz abwehren. Es lag nur noch sein Teamkollege David Donohue vor ihm. 19 Runden vor dem Fallen der Zielflagge ließ der Portugiese seinem US-amerikanischen Teamkollegen keine Chance und machte den Sieg für sich und Teamkollege Darren Law klar.

Damit gewann er sein erstes Rennen der Saison, insgesamt war es der achte in seiner Grand-Am-Karriere. Einzig Teamkollege Donohue hätte die teaminterne Reihenfolge noch einmal umdrehen können. Er schaffte es aber beim letzten Restart des Rennens zehn Minuten vor Schluss nicht, Barbosa zu schlagen.

Barbosa, der sich während dem zweistündigen Rennen sehr taktisch verhalten hatte, sagte anschließend: „Es war ein interessantes Rennen. Wir hatten ein großartiges Auto und wir waren schon in den vergangenen Rennen kurz vor dem Sieg, aber es wollte nie klappen … Wir waren total motiviert, für Chevy einen Sieg hier in Detroit zu holen. Alle haben einen fantastischen Job gemacht.“

Mit einem Abstand von knapp 0,5 Sekunden mussten sich David Donohue und Terry Borcheler den Teamkollegen geschlagen geben. Die Meister der vergangenen Saison Scott Pruett und Memo Rojas im Team von Chip Ganassi schafften den Sprung auf Platz drei.

Entspannter Sieg für Autohaus Motorsports

Jordan Taylor und Paul Edwards hatten in ihrem Chevrolet Camaro GT.R mehr Glück als Verstand. Ihren Sieg verdanken sie dem Pech der anderen Starter in der GT-Klasse. Zuerst zerstörte Dion von Moltke in Führung liegend seinen APR-Audi, dann wurde der von der Poleposition gestartete Extreme Speed-Ferrari von Guy Cosmo wegen Frühstarts disqualifiziert. Am Ende hatte Taylor dann einen komfortablen Vorsprung von 3,5 Sekunden.

„Offensichtlich kamen alle etwas ratlos in das Rennen“, verriet Taylor im Siegerinterview. „Wir hatten alle eine begrenzte Zeit im Trockenen, also hatte jeder, der am besten das Setup erraten hatte, eine Chance – bei uns war es so.“

Mit auf das Podium durften Jonathan Bomarito im Speedsource Mazda RX-8 sowie Robin Liddell und John Edwards im Stevenson Motorsports-Camaro GT.R. Somit fanden also zwei Chevrolet den Weg auf das Podest.

Bei den Punktständen bleibt vieles beim Alten. Enzo Potolicchio und Ryan Dalziel, die Sechste wurden, behalten die Führung bei den DP, allerdings kommt Darren Law bis auf einen Punkt heran. Jeff Segal und Emil Assentato können durch ihren vierten Platz die Führung bei den GT um einen Punkt ausbauen.

Durch den vierten Chevrolet-Sieg in Folge führt der Hersteller bereits mit 17 Punkten vor Ford. Ferrari hat bei den GT inzwischen einen Vorsprung von sechs Punkten vor Chevrolet.