Peugeot: Hattrick für das RCZ-Sportcoupé

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Dritter Triumph im dritten Rennen: Peugeot feierte vergangenes Wochenende mit dem RCZ-Renner bereits den dritten Klassensieg in Folge beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Trotz nächtlicher Intermezzi bezwangen Englert, Palette, Roman und Rueflin die Mini-Konkurrenten.

Die Löwen setzen ihre Siegesserie in der Grünen Hölle fort. Die Peugeot-Delegation Paul Englert, Steven Palette, Guillaume Roman und Julien Rueflin errang mit RCZ-Sportcoupé den dritten Klassensieg bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring en suite. Bis dato gewann der französische Konstrukteur mit dem Selbstzünder zweimal die D1T, heuer wechselte das Gespann mit einem Ottomotor in die Kategorie SP2T für Fahrzeuge bis 1.600 Kubikzentimeter Hubraum mit Turbolader.

Und der Peugeot RCZ reüssierte selbst in der neuen Umgebung auf Anhieb. „Das ist einfach unbeschreiblich, mir fehlen die Worte“, stotterte Englert nach dem Erfolg. Schließlich verliefen die 131 Runden auf der Nordschleife nicht gänzlich störungsfrei, denn das Siegerquartett verzeichnete in der Nacht einen Reifenschaden. Darum blieben die Rivalen aus dem Mini-Lager den Wildkatzen bis zum Fallen der Zielflagge dicht auf den Fersen. 

„Einer unserer Piloten hatte in der Nacht einen Reifenschaden zu beklagen“, rapportiert Olivier Perez, General-Manager der Peugeot-Mannschaft in der Eifel. „Auf dem Weg zurück in die Box wurden einige Komponenten beschädigt, sodass Motorprobleme auftraten. In der Schlussphase gelang es uns dann, die Führung zurückzuerobern und ins Ziel zu retten.“ 

„Unser Sieg war am Ende knapp und alles andere als einfach“, resümierte Rueflin schlussendlich. Insbesondere Perez, welcher durch eine Viruskrankheit angeschlagen war und in puncto Fahrzeiten zurückstecken musste, jubelte nach dem Ablauf der Zeit: „Das nenne ich Teamgeist – wir haben für den Sieg alle gemeinsam an einem Strang gezogen.“ Seine Kollegen absolvierten teilweise Doppelstints, um Perez zu entlasten. 

Die Stallgefährten Michael Bohrer, Jürgen Nett, Stéphane Caillet und Julien Piguet schafften indes noch den Sprung auf die dritte Podeststufe und hingen sich die Bronzemedaille um. Allerdings waren die Piloten der Startnummer 101 zu nächtlicher Stunde zweimal in einen Unfall involviert. Dementsprechend verloren die Peugeot-Kutscher entscheidenden Boden auf die Spitzengruppe. „Dass es am Ende trotzdem noch zu Platz drei gereicht hat, ist dem Kampfgeist unserer Fahrer zu verdanken, die trotz der Rückschläge nicht aufgegeben haben“, erörterte Timo Frings, stellvertretender Teammanager.