Haribo Racing: Goldbär stolpert auf der Zielgeraden

26

Der Mannschaft von Haribo Racing blieb eine Zielankunft verwehrt. Keines der Vehikel im Goldbären-Gewand überstand die 24-Stunden-Distanz auf der Nürburgring-Nordschleife, denn der Neunelfer flog im anfänglich Tumult ab, die Corvette erlitt elf Minuten vor Schluss einen Motorschaden.

Die Gummibärenbande erlebte beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring ein Debakel. Haribo Racing verbuchte bei der Jubiläumsauflage des Eifel-Marathons einen Totalausfall. Weder der schwarze Neunelfer, noch die goldene Corvette sah das schwarz-weiß karierte Tuch. Der Weissacher Bolide erlitt bereits in der Startphase Schiffbruch, während das Schwesterfahrzeug auf den letzten Metern ausrollte.

Dabei lief in der Qualifikation noch alles nach Plan. Die Goldbären sicherten sich die Startpositionen 18 und 24. Aber die Porsche-Piloten Christian Menzel, Emmanuel Collard, Mike Stursberg und Hans Guido Riegel hatten Fortuna nicht auf ihrer Seite. Im Gewirr der ersten Runden rutschte der GT3-Bolide von der Piste und wurde derart beschädigt, dass die Mechaniker das Fahrzeug nicht mehr reparieren konnten.

Nachdem das Porsche-Quartett das Handtuch werfen musste, war das amerikanische PS-Monster der Hoffnungsträger im Haribo-Lager. Trotz diverser Strapazen bissen sich Richard Westbrook, Tomy Milner, Jan Magnussen und Daniel Keilwitz durch die Nacht und rangierten am Sonntagnachmittag unter den ersten Hundert. Aber die Tour sollte ein tragisches Ende nehmen. Rund elf Minuten vor dem Fallen der Zielflagge, streikte der Motor. Das Aus auf der Zielgeraden.

„Es ist schade, dass wir mit diesen Problemen zu kämpfen hatten“, gab Keilwitz nach dem Rennen zu Protokoll. „Ein Reifenplatzer hat uns weit nach hinten geworfen. Später kamen noch Elektronik-Probleme hinzu. Durch die Reparaturen haben wir drei Stunden verloren. Wir haben aber trotzdem nie aufgegeben.“

Dennoch konnte Keilwitz dem Resultat auch etwas Gutes abgewinnen: „Erfreulich ist, dass wir mit unseren guten Zeiten vorne hätten mitfahren können. Wir hätten unter anderen Umständen eine gute Chance gehabt, unter die Topfünf zu kommen. Zum Schluss sind wir kein Risiko mehr eingegangen, obwohl wir eigentlich nichts zu verlieren hatten. Aber wir wollten unbedingt das Ziel erreichen.“