Brands Hatch: Poleposition für Paffet und Mercedes-Benz

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Ein spannendes Qualifying in Brands Hatch sah in den vier Abschnitten alle drei Marken mindestens einmal in Front. Am Ende hatte Gary Paffet im Mercedes-Benz das beste Ende für sich, während Mike Rockenfeller im entscheidenden Moment strauchelte.

Auch die BMW-Fahrer Tomczyk und Farfus, die in den Trainings tonangebend waren, strauchelten in Q3. Bedingt durch die kurze Runde und die engen Abstände kamen einige Favoriten schon relativ früh im Probleme.

Q1: Farfus legt vor

Die erste Zeit des Nachmittags wurde von David Coulthard (Mercedes-Benz) gefahren, die Zeit war aber wenig aussagekräftig und wurde schneller wieder geschlagen, als man er die nächste Runde zu Ende bringen konnte. Die beste der frühen Runden kam von Mike Rockenfeller (Audi), der sich dann immerhin für zirka fünf Minuten an der Spitze halten konnte. Dann allerdings schlug Martin Tomczyk für BMW zu und verdrängte ihn von der Spitze. Auch Fillipe Albuquerque (Audi) konnte Rockenfellers Zeit schlagen.

Gary Paffet (Mercedes-Benz) schlug im weiteren Verlauf von Q1 die Albuquerque-Zeit, während sich Spengler (BMW) und Green (Mercedes-Benz) zunächst schwer taten. Letzterer kam aber in seiner zweiten Runde noch bis auf Rang drei nach vorne.

Die nächste Bestzeit kam von Augusto Farfus im BMW drei Minuten vor Ende des ersten Qualifyings, die dann aber von Spengler geschlagen wurde. Die Audi taten sich wie in den Trainigs auch eher schwer. Albuquerque auf Rang fünf war zu diesem Zeitpunkt der beste Audi, bevor dann allerdings Rockenfeller noch einmal nachlegte.

Der Einzug ins Q2 war am Ende aber noch hart umkämpft. Neuling Wickens kegelte Ex-Formel1-Fahrer Ralf Schumacher hinaus, zusammen mit Marco Werner, Wickens, Coulthard, Rahel Frey und Susie Wolff. Hier hatte Audi also glück und verlor zunächst nur ein Auto im Gegensatz zu zwei BMW und vier Mercedes.

Q2: Wieder BMW

Die erste Bestzeit in Q2 setzte Ekström, aber wieder wurde die Zeit schnell eingestellt, diesmal von Molina und dann kam wieder Rockenfeller, der immerhin im Vorjahr hier auf Pole stand. Der nächste Schlag kam dann von Christian Vietoris, aber dann kamen die BMW von Farfus und Tomczyk.

Einen Ausritt leistete sich Timo Scheider, als er zuerst den kurveninneren Randstein touchierte und dann nach außen ins Gras flog. Er konnte das Auto aber wieder an die Box bringen. Bruno Spengler schob sich in der Zwischenzeit auf Rang zwei, was drei BMW auf die ersten drei Plätze brachte.

Großes Zittern in der Zwischenzeit bei Audi, da Ekström, Scheider und auch Molina beide vor dem Aus standen. Aber an Aufgeben war nicht zu denken und der Kampf um den Einzug ins Q3 tobte unvermindert. Zuerst kam Ekström auf Rang neun nach vorne. Timo Scheider probierte alles, während Mortara Markenkollegen Tambay zunächst aus den Topzehn warf, der jedoch zurück schlug und ins Q3 einzog.

Die Verlierer dieser Runde waren also Andy Priaulx, Eduardo Mortara, Timo Scheider, Miguel Molina Joey Hand und Roberto Merhi.

Q3: Rockenfeller überrascht

Hier kam die erste Bestzeit von Mike Rockenfeller. Er fuhr dabei mit 41.020 schneller als der bis dahin stehende Rekord von Tomczyk aus Q2. Auch Vietoris legte mit einer 41.1 gut nach. Während Jamie Green kämpfte aber nicht an die Vietoris Zeit heran kam, da er im letzten Sektor schwer zu kämpfen hatte.

Als nächstes wagte sich Martin Tomczyk auf die Strecke, gefolgt von Fillipe Albuquerque. Tomczyks erster Versuch war mit 41.172 nicht schlecht, und konnte die Rockenfeller-Zeit auch im zweiten Anlauf nicht schlagen und lag Zeitgleich mit Vietoris auf Rang zwei. Auch Albuquerque konnte die Zeiten von Green auf Anhieb einstellen, flog allerdings heraus, da Gary Paffet und Bruno Spengler schneller waren. Audi Neuling Tambay konnte zwar nicht in die Top 4 vordringen, aber verdrängte Markenkollegen Ekström auf Rang acht. Somit waren alle drei Marken in den Topvier vertreten.

Auch Augusto Farfus gab alles konnte jedoch die Zeit von Vietoris nicht schlagen. Die Plätze fünf bis zehn gingen also an Tomczyk, Albuquerque, Tambay, Ekström, Farfus und Green.

Q4: Paffet macht alles klar

Christian Vietoris ging also als erster ins Einzelzeitfahren, hatte aber relativ frische Reifen, da er nur eine gezeitete Runde gefahren war. Es reichte aber nur für eine 41.410.

Als nächstes fuhr Bruno Spengler, der aber mehr Runden auf den Reifen hatte. Ihm reichte es aber nur für eine 41.462.

Nun war Gary Paffet, der Meisterschaftsführende Lokalmatador. Er erwischte den Start der Runde nicht ideal. Trotzdem war er an den Zwischenzeiten schneller als Vietoris und konnte sich mit 41.260 einen Platz in Reihe eins sichern.

Nun hing alles an Mike Rockenfeller. Er erwischte bereits den ersten Sektor nicht so gut und landete mit 41.486 nur auf Rang vier.

Die erste Reihe wird morgen also von den beiden Mercedes gebildet, vor Bruno Spengler und Mike Rockenfeller. Aber bei diesen abständen werden das morgen heiße 98 Runden.