Brands Hatch: BMW weiter vorne, Audi kommt ran

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Nachdem Audi im gestrigen ersten Freien Training keinen Fuß auf den Boden bekam, sollte heute alles besser werden. Ganz vorne befand sich wie schon gestern ein BMW, aber Audi konnte sich bis auf Rang zwei verbessern. Auch Mercedes-Benz ist bei der Musik.

Die Audi sollte man in Brands Hatch doch noch nicht abschreiben. Nachdem es gestern nur zu Rang acht langte konnte sich Mathias Ekström heute bis auf Rang zwei nach vorne schieben. Schnellster am Vormittag war der BMW von Augusto Farfus.

So holte in der ersten Session des zweiten freien Trainings der Brite Gary Paffet im Mercedes die Bestzeit vor Markenkollege Christian Vietoris. Dann kam aber bereits Edoardo Mortara im Audi. Bester BMW in dieser Session war Martin Tomczyk auf Rang neun.

BMW lange vorne

In der zweiten Session zeigte sich aber schon bald ein anderes Bild. Die BMW-Piloten Tomczyk und Augusto Farfus übernahmen schnell die Spitze, gefolgt von Schuhmacher und Vietoris auf Mercedes. Als bester Audi etablierte sich zunächst Mike Rockenfeller der zwischenzeitlich auf dem fünften Platz, vor Joey Hand in einem weiteren BMW lag. Aber auch bedingt durch den kurzen Kurs und das enge Feld gab es hier immer wieder Verschiebungen.

So gelang es kurz darauf Miguel Molina seinen Audi bis auf Rang drei nach vorne zu bringen, mit im Gepäck Markenkollege Adrien Tambay, der dann auf Rang vier lag. Die Abstände waren dabei gewohnt knapp und die ersten 20 Fahrzeuge lagen alle innerhalb einer Sekunde.

Mike Rockenfeller schlug dann einige Runden später zu und verdrängte Augusto Farfus von Rang zwei. Filipe Albuquerque war aber noch schneller und verdrängte den Markenkollegen wieder auf Rang drei. Auch Christian Vietoris konnte die Farfus-Zeit noch unter bieten, kam aber (zumindest vorerst) nicht an Rockenfeller vorbei.

Mercedes greift an

Auch Timo Scheider, der bis dahin kaum in Erscheinung getreten war erwischte noch eine gute Runde und verdrängte die Markenkollegen um einen Platzt nach hinten indem er mit 0,101 Sekunden Rückstand auf Tomczyk sich den zweiten Rang eroberte. Dies währte aber nicht lange, da Lokalmatador Gary Paffet auch noch ein Wörtchen mitreden wollte, die Tomczyk-Zeit unterbot und sich an die Spitze setzte.

Am anderen Ende des Feldes kam derweil David Coulthard nicht nach vorne, während sich BMW-Pilot Marco Werner einen immer wieder andauernden Ringtausch mit Rahel Frey (Audi), Susi Wolff (Mercedes) und anderen lieferte. Auch hier purzelten die Zeiten quasi mit jeder neu gefahrenen Runde durcheinander.

Das Wetter lieferte in dieser Session jedoch keinen Grund zur Klage, es war zwar bewölkt und mit 16°C eher kühl, aber immerhin Trocken, was sehr gute Zeiten im Bereich von 41 Sekunden ermöglichte.

Turbulente Schlussphase

Als sich die Trainingszeit dem Ende näherte, wurde noch einmal zu Angriff geblasen. Augusto Farfus, der zwischenzeitlich weit durchgereicht worden war unterbot die Zeit von Paffet und Miguel Molina drückte seinen Audi auch noch an Tomczyks Zeit vorbei. Auch Eduardo Mortara (Audi) Bruno Spengler (BMW) und Jamie Green (Mercedes) schafften noch deutliche Verbesserungen und kamen bis in die Topzehn nach vorne. Vietoris hingegen, der früh aufgetrumpft hatte war nun bis auf Rang zwölf durchgereicht, während sich Marco Werner immerhin bis auf Rang 16 verbessert hatte.

Ganz am Ende wollte es dann auch noch Audi-Spitzenfahrer Mathias Ekström wissen und katapultierte sich bis auf Rang zwei nach vorne.

Am Ende des Trainings lagen bis auf David Coulthard auf dem letzten Rang alle Fahrer und Fahrerinnen innerhalb von 0,655 Sekunden. Dies lässt auf ein knappes Qualifying und ein enges Rennen hoffen.