Zweite Qualifikation: Anfangs feucht, Aufwärtstrend bei BMW

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Ein Regenschauer über Nacht machte die Streckenbedingungen zu Beginn der zweiten Qualifikation nicht besser. Trotzdem konnten bei trocken werdender Strecke einige Teams ihre Zeiten und Platzierungen verbessern, allen voran die BMW- und Mercedes-Mannschaften.

Obwohl es in der Nacht geregnet hatte, nahmen nichtsdestoweniger einige Fahrer auch in der zweiten Qualifikationssitzung Zeitenverbeserungen vor: So verbesserte sich zum Beispiel der Marc VDS-BMW Z4 gefahren von Leinders/Palttala/Martin um satte zwölf Sekunden und damit auf den zweiten Platz, womit er den Marmerow-Audi von Marmerow/Abt/Ammermüller/Hahne aus der provisorischen ersten Startreihe schubste. Später leistete sich ein Fahrer des Marc VDS-Trios dann jedoch noch einen Dreher in der Warsteiner-Kurve, bevor es dann noch schlimmer kam und das Fahrzeug mit einem technischen Defekt stehen blieb.

Geradezu aus dem Nichts kam der Schubert-BMW von Hürtgen/Schwager/Bastian/Adorf, der ebenfalls zwölf Sekunden zulegen konnte und sich von Rang 27 auf Rang vier verbesserte. Nur vier Sekunden legte der Vita4One-BMW von Lamy/Kechele/Lauda/van der Ende zu, trotzdem reichte es für den Sprung von Rang 17 auf zunächst Rang fünf, bevor sich der Schubert-BMW noch davor schob.

Später setzte schließlich Black Falcon mit dem Mercedes SLS zum Angriff an und plötzlich stand das Quartett Edwards/Bleekemolen/Metzger/Schall auf der provisorischen Poleposiion, indem sie die bestzeit des Manthey-Porsche vom Vortag um 0,308 Sekunden unterboten.

Aber auch Phoenix legte noch einmal ein wenig nach und Basseng/Haase/Stippler/Winkelhock gelang es schließlich noch, nachdem sie mittlerweile auf Rang acht durchgereicht worden waren mit einer 8:29,733 Minuten bis auf Rang vier nach vorne zu kommen.

Nicht alle Teams auf der Strecke

Ob der sicheren Qualifizierung für das Topvierzig-Qualifying am Abend verzichteten einige Teams auf den Start im zweiten Qualifying, um die Fahrzeuge und Fahrer zu schonen. Sowohl das WRT-Audi-Team, als auch die Young Driver von AMR blieben in den Boxen.

Zu sehen war allerdings der P 4/5 Competizione, der sich von Rang 30 gestern auf Rang 21 verbesserte und damit schnellster Nicht-GT3 ist.

Überwiegend GT3 in den Topvierzig

Zum Topvierzig-Qualifying ab 18:00 Uhr heute Abend haben sich überwiegend die Fahrzeuge der Kategorie SP9GT3 qualifiziert. Neben dem P 4/5 Competizione schafften den Einzug lediglich Gazoo Racing aus der SP8 mit dem Lexus LFA, sowie einige Manthey-Porsche-Boliden, der Timbuli-Porsche sowie weitere SP7-Mannschaften.

Die Teilnehmer des Topvierzig-Qualifyings lagen dabei bisher innerhalb von 20 Sekunden, wobei es von Rang eins bis Rang 32 aber gerade einmal deren zehn sind. Hier sind also heute abend doch noch einmal einige Verschiebungen zu erwarten, da insbesondere die GT3-Fahrzeuge sich auf der Strecke nicht viel schenken und so ziemlich jedes Fahrzeug für die Poleposition in Frage kommt

FH Köln knapp aus den Topvierzig gefallen

Eine Überraschung lag förmlich in der Luft, da sich die Audi TT RS von Raeder Motorsport aber auch das Fahrzeug der FH Köln immer wieder in den Topvierzig zeigten. Immerhin konnte im letzten Jahr einer dieser in der Kategorie SP4T eingeordneten Fronttriebler einen VLN Lauf gewinnen. Letzten Endes fehlten dann aber knappe drei Sekunden auf den SP7-Manthey-Porsche von Kräling/Gindorf/Scharmach/Schelp.

In der Kategorie der GT4-Fahrzeuge lag am Ende der Bonk Motorsport-BMW M3 GT4 auf Gesamtrang 56 vorne.

Die Ergebnisse der letzten beiden Tage lassen nun auf ein spannendes Rennen hoffen. Vor allem die Spitze, gebildet von den verschiedensten GT3-Fahrzeugen, liegt so dicht beieinander, dass nachher Kleinigkeiten den Ausschlag für das Rennergebnis geben dürften.