Grand-Am: Nichts Neues in New Jersey

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Die Serie von unterschiedlichen Rennsiegern in jedem Rennen der Grand-Am-Saison 2012 ist gebrochen: Max Angelelli und Ricky Taylor aus dem Team SunTrust konnten in ihrem Daytona-Prototyp von Corvette den zweiten Saisonsieg holen.

Vor zwei Wochen holten Max Angelelli und Ricky Taylor bei den DP und Jeff Segal sowie Emil Assentato bei den GT ihre jeweils ersten Saisonsiege im Regenchaos von Miami. Wer nun vermutete, dass dies nur Glück war, lag falsch. Beide Teams wiederholten die Siege auch im New Jersey Motorsports Park.

Über die gesamten Trainingssitzungen hinweg war die Corvette von SunTrust eines der stärksten Autos im Feld. Untermauern konnte dies der erst 22 Jahre alte Ricky Taylor, indem er die Poleposition für das 250 Meilen lange Rennen herausfuhr.

Dennoch dominierten die beiden Piloten das Rennen nicht. Zwar führten sie 91 der 117 Runden, doch sie mussten ihre Position in jeder Runde hart verteidigen. Im gesamten Prototypenlager kam es zu Rangeleien, da sich fast alle Wagen auf demselben Leistungslevel befanden und so jeder jeden angreifen konnte. Zwölf Runden vor Schluss machte der erfahrene Angelelli den Sieg klar, indem er Ryan Dalziel klassisch auf der Innenseite überholte und dann ausbeschleunigte. Bis zum Schluss fuhr der Italo-Amerikaner noch 4,9 Sekunden heraus.

„Du musstest richtig aggressiv fahren heute, Max (Angelelli) und ich leisteten wirklich harte Arbeit“, so Ricky Taylor im Siegerinterview. „Ich verlor an einer Stelle die Führung, aber das SunTrust-Team brachte uns wieder auf Rang eins.“

Mit ihrem zweiten Platz schafften Ryan Dalziel und Enzo Potolicchio von Starworks Motorsport den Sprung an die Tabellenspitze. Die Daytona-Sieger liegen vier Punkte vor Angelelli/Taylor nach einem Drittel der Saison. Dritte, sowohl im Rennen als auch nach Punkten, sind Ozz Negri und John Pew.

Bei den GT ging es wie auch in der Prototypen-Klasse wild durcheinander. Stark waren vor allem die SpeedSource-Mazda, die Stevenson-Camaro und der FXDD-Ferrari. Aber auch der Magnus-Porsche war nicht langsam und konnte sich zwischendurch an die Spitze setzen.

Zufällig fast zeitgleich mit Angelelli konnte auch Jeff Segal Dane Camerons Mazda RX8 überholen und die Führung übernehmen. Er setzte sich vom Feld ab und erntete den Sieg.

„Miami war ein anderer Sieg als heute“, sagte sein Co-Pilot Emil Assentato. „Es war ein schwer verdienter Sieg heute. In Miami hatten wir durch den starken Regen einfach nur Glück. Jetzt war es ein harter Kampf vom Start weg.“

Assentato und Segal konnten zudem ihre Führung in der Meisterschaft auf acht Punkte ausbauen. Zweite sind Andy Lalli und John Potter, die im Rennen in New Jersey als Dritte das Ziel erreichten. Zweite wurden die Polesitter John Edwards und Robin Liddell im Stevenson-Camaro GT.R.