Hockenheim: Spengler lässt BMW-Fans aufhorchen

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Augenreiben in Baden-Württemberg: BMW-Speerspitze Bruno Spengler setzte im zweiten Freien Training auf dem Hockenheimring unvermutet die schnellste Runde. Damit meldete der Kanadier BMW erstmalig an der Spitze der DTM-Zeitentableaus – nur knapp dahinter: viermal Audi.

Die BMW M3 DTM scheinen schneller zu sein, als bisher angenommen wurde. So gelang es nämlich BMW-Toppilot Bruno Spengler, in der zweiten offiziellen Trainingssitzung des DTM-Saisonaufgalopps auf dem Hockenheimring Rang eins zu ergattern. Der 28-jährige Schnitzer-Recke benötigte während seiner besten Runde lediglich 1:33,512 Minuten, um die 13 Kurven des badischen Autodroms einmal zu durchfahren.

An zweiter Stelle wurde Edoardo Mortara (Audi Sport Team Rosberg) abgewinkt. Mit einem Rückstand von sieben Tausendstelsekunden war der Italiener mit seinem A5-DTM-Coupé jedoch nur unwesentlich langsamer als Spengler. Die Audi-Boliden belagerten wie schon gestern auch an diesem Vormittag die vorderen Positionen – erst auf Gesamtrang sechs war mit Mercedes-Benz-Mann Jamie Green der zweite Nicht-Ingolstädter zu finden.

Mercedes-Meute nur mittelmäßig

Neuerlich gut aufgelegt präsentierte sich auch Junior-Benz-Boy Christian Vietoris (HWA AG). Mit dem neuntbesten Umlauf der Session war er bloß anderthalb Zehntel langsamer als Green, dem summa summarum 0,269 Sekunden auf den Platz an der zumeist von Wolken verdeckten Trainingssonne fehlten. Der bis dato zügigste Kutscher der Stuttgarter, Vietoris’ Stallgefährte Gary Paffett, landete unterdessen nur auf Platz 13.

Das zweite, ebenfalls durch eine kurze Fahrpause halbierte Freie Training beförderte die vorerst besten Rundenzeiten des Wochenendes zu Tage. Nichtsdestoweniger waren die 24 Boliden noch bei den offiziellen DTM-Testfahrten vor wenigen Wochen an selbigem Ort sowie bei ähnlichen Wetterbedingungen um einiges schneller unterwegs. Ob BMW auch in der um 13:40 Uhr startenden Qualifikation vorne mit dabei sein wird, bleibt also ungewiss.