VLN: Sieg für Mantheys neue Speerspitze

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Marc Lieb und Jochen Krumbach heißen die Sieger des 37. DMV 4-Stunden-Rennens. Die Manthey-Truppe wurde auf dem Podium von den beiden Schubert-BMW-Besatzungen Claudia Hürtgen, Dominik Schwager, Dirk Adorf und Uwe Alzen, Nico Bastian flankiert. Erste Zielankunft für den McLaren MP4-12.

Auch der zweite VLN-Lauf 2012 musste vor dem Ablauf der vier Stunden Renndistanz abgebrochen werden. Elf Minuten vor dem regulären Ende des Rennens sah sich Rennleiter Bernd Burkhard gezwungen, das rote Tuch erneut zu zeigen. Im Bereich Wippermann hatte starker Hagel eingesetzt. Der Pinta-Porsche wurde bei einem Unfall stark beschädigt. Eifeltypisch schien zum gleichen Zeitpunkt in anderen Streckenbereichen die Sonne.

Eine Runde vor dem Abbruch, also in der letztendlich gewerteten Runde, führten Krumbach/Lieb im Manthey-Nadelstreifen-Porsche, da Nico Bastian kurz zuvor seinen letzten Boxenstopp absolviert hatte. Pikanterweise hätte auch der Porsche noch einmal in die Box gemusst, um die Treibstoffvorräte aufzufüllen. Das Finale des Rennens wäre also zumindest noch einmal mehr als spannend geworden, hätte sich der Wettergott nicht eingemischt.

Die beiden Streithähne der Schlussphase waren auch die beiden Protagonisten, die dem gesamten Rennen ihren Stempel aufdrückten. Zwar konnte Jens Klingmann im Vita4One-BMW Z4 zunächst seine Pole behaupten und einige Runden Führungsluft genießen, doch Uwe Alzen saß seinem Markenkollegen schnell im Nacken. Hinter den beiden Bayern-Boliden hatte es sich Marc Lieb gemütlich gemacht und konnte aus nächster Nähe miterleben, wie sich Uwe Alzen in der sechsten Runde die Führung schnappte.

Eine Runde später lag der dann der Porsche zum ersten Mal im Verlauf des Rennens in Führung. Alzen musste seinen BMW eine Runde früher zum Service an die Box bringen, Lieb seinen Porsche GT3 R. Nachdem die komplette Spitze ihre Stopps absolviert hatte, war die ursprüngliche Reihenfolge jedoch wiederhergestellt. Lediglich der Vita4One-BMW Z4 lag abgeschlagen auf dem zehnten Rang.

Uwe Alzen fuhr im BMW einen Doppelstint und übergab den Wagen bei seinem zweiten Stopp, in Führung liegend, an Nico Bastian. Der Nachwuchspilot zeigte eine saubere Vorstellung und behielt die Führung bis zu seinem letzten Stopp. Der Rennabbruch fiel in die Runde, in der der Porsche noch einmal zu einem so genannten Splash-and-Dash gemusst hätte. Die Zuschauer an der Strecke freuten sich bereits auf ein furioses Finale zwischen dem Youngster im BMW und Marc Lieb im Porsche, doch das typische Ringwetter führte die Entscheidung früher herbei.

Wieder Pech für die Falken-Truppe nach starker Vorstellung

Eine starke Vorstellung zeigte erneut der Falken-Porsche. Doch anders als die Markenkollegen vom Team Manthey, die scheinbar eine Lösung für die Antriebswellen-Probleme gefunden haben, fiel der blaugrüne Porsche erneut mit ebenjenem Problem, an dritter Stelle liegend, aus. Auch der erste Auftritt des Heico-Mercedes SLS AMG GT3 im neuen Hankook-Design verlief durchwachsen. Mit Platz 57 lag man weit hinter dem eigenen Anspruch. Die Markenkollegen von ROWE Racing landeten auf den Plätzen sieben und acht.

Dörr Motorsport schaffte zumindest mit einem Wagen eine Zielankunft und mit Platz zehn für Arno Klasen, Peter Posavac und Peter Kox ein respektables Ergebnis. Der Schwesterwagen fiel erneut einem frühen Unfall zum Opfer. Der dritte McLaren MP4-12 im Feld beendete das Rennen ebenfalls nicht. Eine Kollision mit dem Wochenspiegel-Porsche bedeutete für beide Wagen gut 20 Minuten vor dem Rennende das Aus.

Uwe Alzen durfte das Podium heute zweimal betreten. Zunächst als Gesamtdritter in Diensten seines Arbeitgebers BMW Motorsport und außerdem noch als Wertungsgruppensieger der Cup-Fahrzeuge. Nach seinem Doppelstint im Z4 GT3 stieg der Betzdorfer nämlich noch in seinen eigenen Cup-Porsche, in dem zuvor Philipp Wlazik und Robert Renauer ihren Dienst verrichtet hatten, und fuhr diesen noch auf Rang neun des Gesamtklassements.      

In zwei Wochen steht für die Protagonisten der 54. ADAC ACAS H&R-Cup auf dem Programm. Somit die letzte Chance, noch einmal vor dem 24-Stunden-Rennen im Rennbetrieb auf der Nordschleife zu testen.