Le Castellet: Thiriet by TDS Racing krallt sich die Pole

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Aufgalopp in Frankreich: Mathias Beche und Pierre Thiriet heißen die beiden Mannen, die am morgigen Sonntag von der Poleposition aus in die European Le Mans Series 2012 starten werden. Souverän setzten sie sich gegen Status GP, Oak Racing und Anhang durch.

Oreca vor Lola, dahinter Zytek und Morgan: Bunt gemischt wird sich die Spitze des aktuellen Starterfeldes der European Le Mans Series (kurz: ELMS) bei ihrer ersten Renn-Ausfahrt im Jahre 2012 zeigen, die morgen im sonnigen Le Castellet auf dem Programm steht. Die Lokalmatadoren der Equipe Thiriet by TDS Racing (Oreca 03) sicherte sich zu dieser im heutigen Qualifikationstraining den bestmöglichen Startplatz.

Eine Minute, 48 Sekunden und rund zwei Zehntelsekunden gönnte sich Pole-Pilot Mathias Beche, um den 5,791 Kilometer langen Paul Ricard High Tech Test Track als Schnellster einmal zu umrunden. Zusammen mit seinem Fahrerpartner Pierre Thiriet schlug der 25-jährige Schweizer unter anderem die Irland-Crew Status GP (Lola B12/80 Coupé), welche kraft der Lenkradarbeit von Yelmer Buurman, Alexander Sims und Michel Frey Rang zwei verbuchen konnte – Rückstand: 0,311 Sekunden.

Mickriges Feld zum Auftakt

Somit werden morgen gleich zwei Nissan-befeuerte LMP2-Boliden ganz vorne stehen, wenn 20 Kilometer entfernt von Bandol an der Côte d’Azur die nach wie vor prestigeträchtigste Langstreckenrennserie Europas erstmalig ohne die Boliden der Klasse LMP1 in eine neue Meisterschaftssaison starten wird. Diese sind nämlich heuer der FIA World Endurance Championship vorbehalten, was sich bei der Anzahl an ELMS-Teilnehmern 2012 bemerkbar macht: Nur 21 Prototypen- und GT-Flitzer sind für das Rennen in Le Castellet gemeldet.

Darunter auch der Formula Le Mans-Oreca 09 von Boutsen Ginion Racing, der heute zu Platz eins in der Klasse LMPC gefahren wurde. Bei den Einheitsrennern aus französischem Hause ist das zweitplatzierte Team, CURTIS Racing Technologies, gleichzeitig das letztplatzierte.

JMB Racing mit starker Vorstellung

In der Profi-Wertung der Gran-Turismo-Kämpfer sind kaum mehr Wagen wiederzufinden: Mit JMW Motorsport, Kessel Racing sowie JMB Racing geht hier kein Weg an Ferrari vorbei. Letztere Mannschaft holte in persona des Ferrari-Cracks Jamie Melo jedoch das Meiste aus der Technik des F458 Italia heraus, und machte mit 0,758 Sekunden Vorsprung auf ProSpeed Comepition (Porsche 911 GT3 RSR) den Platz an der GT-Sonne klar.

GT-Gesamtstartplatz drei geht an IMSA Performance Matmut (Porsche 911 GT3 RSR) mit der Pilotenpaarung Pons/Armindo/Narac, die gleich den ProSpeed-Recken Marc Goossens und Maxime Soulet unter dem Banner der Amateurfahrer ins Rennen gehen wird.

» Das Gesamtergebnis der Qualifikation in der Übersicht (externer Link)