Sebring-Quali: Audi sorgenlos, Ferrari doppelt stark

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Tristesse zum Sechzigsten: Nach wie vor diktiert Audi konkurrenzlos das Geschehen beim heurigen Jubiläums-Event der Zwölf Stunden von Sebring. Erwartungsgemäß platzierten sich alle drei LMP1-Flundern der Ingolstädter an der Spitze des Feldes. Ebenfalls spitze: die Ferrari F458 in der GT-Sektion.

André Lotterer, Benoît Tréluyer und Marcel Fässler werden die Zwölf Stunden von Sebring 2012 am morgigen Samstagnachmittag von der Poleposition aus in Angriff nehmen. Das Pilotentrio aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz krönte für die Sportprototypen-Crew des Automobilherstellers Audi damit ein weitgehend spannungsarmes Qualifikationstraining der 60. Auflage des Einmal-um-die-Uhr-Rennklassikers inmitten des US-Bundesstaates Florida, die gleichzeitig den Auftakt zur neuen FIA World Endurance Championship bildet.

Rinaldo „Dindo“ Capello, Allan McNish sowie Tom Kristensen sicherten sich unterdessen Rang zwei. Letztgenannter war es, der lange Zeit die schnellste Runde auf dem 5,9 Kilometer langen Sebring International Raceway für sich und seine beiden Fahrerpartner inne hielt, doch sechs Minuten vor Ende des heutigen Zeittrainings krallte sich Lotterer mit einer Fabel-Rundenzeit von 1:45,820 Minuten den begehrten ersten Platz.

Es rundeten das Topergebnis für die „Herren der Ringe“ ab: Timo Bernhard, Romain Dumas und Loïc Duval. Der erste Nicht-Audi R18 wurde auf den vierten Startplatz bugsiert – das Fahrzeug von FIA-GT1-Weltmeister Lucas Luhr, ein HPD ARX-03a, welches dieser zusammen mit Landsmann Klaus Graf und Simon Pagenaud pilotierte, hatte am Ende des Tages bereits 1,716 Sekunden Rückstand auf die Polesitter zu verzeichnen.

Ferrari den GT-Ton angebend, Morgan auf der LMP2-Pole

Zeitweilig bunt gestaltete sich zumindest das Treiben in der Klasse der Gran-Turismo-Streithähne: Mitunter konnte hier gar die neue Rennversion des Aston Martin Vantage mit dem Berliner Stefan Mücke an Bord die Führung für sich verbuchen; auch, wenn der Wagen morgen lediglich von Position neuen starten wird.

Denn: Wer zuletzt lachte, der kam aus den Lagern der Roten. Mit den Wagen der Teams AF Corse und Luxury Racing stehen gleich zwei Ferrari F458 nach GTE-Regularien ganz vorne im Aufgebot der gepimpten Supersportwagen. Gianmaria Bruni (AF Corse) umrundete den Kurs in 1:58,427 Minuten als schnellster GT-Mann; Markenkollegen Jaime Melo platzierte sich dort hinter. Rang drei ging an Corvette und BMW belegte Platz vier. Jörg Bergmeister war der beste Porsche-Starter, kam jedoch über die achte Stelle nicht hinaus.

Und während sich in der kleinen GTC-Kategorie Sean Edwards die Poleposition holte, sorgte Olivier Pla für einen Einstand nach Maß im Hause Morgan: Der Portugiese ließ seinen LMP2-Renner mächtig fliegen und schlug so den ehemaligen Peugeot-Werksfahrer Stéphane Sarrazin, welcher an diesem Wochenende für die aus der Grand-Am Sports Car Series bekannte Mannschaft Starworks Motorsport ins Lenkrad greift.