SWM-Reglement: Zugeständnis an Nachzügler Toyota

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Um einen Ausgleich in der LMP1-Konstrukteurswertung der Sportwagen-WM zu schaffen, haben ACO und FIA infolge des Peugeot-Ausstiegs eine Reglement-Änderung vorgenommen. Da Toyota die Sebring-Runde auslässt, werden lediglich die sechs erfolgreichsten Resultate gewertet.

ACO und FIA kommen Neueinsteiger Toyota entgegen. Nachdem die Veranstalter den japanischen Konstrukteur davon überzeugen konnten, aufgrund der Peugeot-Absage die vollständige Sportwagen-Weltmeisterschaft zu bestreiten, wurden geringfügige Regelanpassungen vorgenommen – zu Gunsten der Werksmannschaft aus dem Land der aufgehenden Sonne.

Da Toyota sämtliche Wertungsläufe – außer dem Saisonauftakt in Sebring – in Angriff nimmt, werden lediglich die sechs besten Ergebnisse in der LMP1-Herstellerwertung gezählt. Zudem wird nur das markenintern bestplatzierte Fahrzeuge in besagte Wertung aufgenommen. Auf diese Weise kann Toyota den Meisterschaftskampf mit Audi aufnehmen, obwohl die Kölner Werkstruppe ihren Einstand erst in Spa-Francorchamps gibt.

„Die Änderungen wurden letzten Monat seitens der FIA-Langstrecken-Meisterschaft angesichts des Peugeot-Rückzuges beantragt und von allen Beteiligten abgenickt“, erklärt FIA-WEC-Geschäftsführer Gerard Niveau. „Dies ermöglicht es Toyota, das seine Teilnahme auf die zweite Runde in Spa-Francorchamps vorgezogen hat, sich mit Audi um den ersten FIA-Langstreckenmeisterschaftstitel zu duellieren.“

„Die Reglement-Änderungen machen die Meisterschaft mit Sicherheit aufregender“, fährt der Organisator fort. „Sowohl für die beiden Rennställe als auch für die Zuschauer.“ Die Anpassungen des Regelwerks wurden vom FIA-Weltrat ratifiziert. Ansonsten blieb das Reglement der neuen Sportwagen-Weltmeisterschaft unberührt.