ELMS-Neustart: Rund zwei Dutzend vorläufige Starter

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Überschaubares ELMS-Fahrerlager: Auf der vorläufigen Meldeliste für das Jahr eins nach der LMP1-Klasse werden aktuell 21 Fahrzeuge verzeichnet. Allerdings wurden die LMPC-Nennungen bis dato noch nicht berücksichtigt, da der Formula-Le-Mans-Test in Le Castellet ausgefallen ist. 

Die Aufmerksamkeit der Medien galt in den letzten Wochen der wiederbelebten Sportwagen-Weltmeisterschaft, doch im Schatten des neuen LMP- und GT-Oberhauses reichten auch einige Rennställe eine Nennung für die European Le Mans Series ein. Heute teilten die Organisatoren mit, wie viele Mannschaften sich für den Neustart ohne die LMP1-Königsdisziplin gemeldet haben. Die Zwischenbilanz ist ernüchternd. 

Nicht mehr als 21 Gespanne haben sich für die bevorstehende Saison eingeschrieben, plus Guess Racing Europa auf einer so genannten Warteliste. Allerdings wurde die LMPC bisweilen gänzlich außen vorgelassen, da der Formula-Le-Mans-Test in Le Castellet wegen Schneefall abgesagt werden musste. Es werden noch rund sechs bis acht Meldungen im Prototypen-Unterhaus der ELMS erwartet.

Ein Gros des Teilnehmerfeldes machen die LMP2-Akteure aus, die fortan als Topklasse der ELMS-Serie fungieren und somit das wichtigste Standbein darstellen. Insgesamt 13 Fahrzeuge werden um Gesamtsiege kämpfen. Im Gegensatz zur Langstrecken-Weltmeisterschaft ist das Motorenverhältnis in der Prototypen-Division ausgeglichen. Auf dem europäischen Kontinent kann Judd seine Vormachtstellung noch bewahren, während im Oberhaus Nissan als Motorenlieferant dominiert. 

Mageres GT-Feld

In Zahlen lautet das: Sieben Judd-Antriebe und sechs Nissan-Aggregate. Alle anderen Motorenausstatter sind gänzlich von der Bildfläche verschwunden. Zudem wird der Bolide aus dem Hause Bailey vermisst, und Honda schickt ebenfalls keine Delegation. Stattdessen wird Oreca von fünf Mannschaft repräsentiert: TDS Racing, Sébastien Loeb Racing, Race Performance, Murphy Prototypes, Boutson Ginion Racing und Pecom Racing. Die drei Letztgenannten vertrauen auf Nissan, der Rest auf Judd. 

Greaves Motorsport und Jota bringen das neue Zytek-Chassis Z11SN an den Start, befeuert von einem Nissan-Motor. Extrême Limit AM Paris greift neuerlich auf die M200P-Karosserie von Norma zurück. Status Grand Prix und JetAlliance Racing stülpen ihrem Judd-Aggregat ein nagelneues Lola B12/80 Coupé über. Zu guter Letzt schickt Oak Racing zwei seiner neuen LMP2-Boliden ins Rennen, für die Morgan seinen Namen gibt.

Dünn besetzt sind dagegen die Gran-Turismo-Kategorien. Die Profiwertung setzt sich aus den zwei Ferrari-Equipen JMW Motorsport und JMB Racing, dem Porsche-Ensemble ProSpeed Competition, der Lotus-Werksmannschaft und dem Aston-Martin-Gespann Downforce zusammen. In der Amateurliga duellieren sich AF Corse (Ferrari) und IMSA Performance Matmut (Porsche). Für die GTC-Klasse wurde ein Porsche 997 GT3 Cup von Raceart genannt.

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