Sportwagen-WM: Kodewa setzt Lola-Lotus ein

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Unerwartetes LMP2-Engagement: Obwohl Lotus letzten Herbst seine Le-Mans-Pläne vorerst zu den Akten legen musste, hat der britische Konstrukteur nun seine Rückkehr in die Sportwagen-Branche angekündigt. Gemeinsam mit Lola und Kodew starten die Briten dieses Jahr in der Langstrecken-WM. 

Unverhofft kommt oft. Der britische Traditionshersteller Lotus engagiert sich bereits diese Saison in der Sportwagen-Weltmeisterschaft. Wurde die Entwicklung am hauseigenen LMP2-Projekt letzten Oktober laut eigenen Aussagen noch hintangestellt, verkündete der Konstrukteur nun den Einsatz eines Lola-Lotus-Coupés in der kleinen Prototypenwertung. Als Einsatzmannschaft fungiert der Kodewa-Rennstall.

Über nähere Details zum Programm hüllt Lotus bisweilen den Mantel des Schweigens. Einzig die Lackierung des Fahrzeuges sei in den klassischen Lotus-Farben Schwarz und Gold gehalten. Der Kodewa-Mitarbeiterstab setzte sich aus Experten zusammen, die bereits im Langstreckensport tätig waren, ebenso aber in der Formel 1, DTM und diversen anderen Formel-Wettbewerben. Weitere Informationen gebe Lotus in Kürze bekannt.

Frage nach Entwicklung einer Eigenkonstruktion bleibt offen

„Das ist ein sehr aufregender Schritt für uns“, gesteht Lotus-Motorsportdirektor Claudio Berro. „Wir machten kein Geheimnis aus unserer Absicht, dieses Jahr in der LMP2 starten zu wollen, aber wir hatten es auf die richtige Weise zu tun, und wir sind glücklich mit unseren neuen Partnerschaften. Wir freuen uns – mehr als auf alles andere – auf unsere Rückkehr nach Le Mans, insbesondere nach unserem letztjährigen Erfolg mit dem Evora.“

„Die Entwicklung am Motor läuft gut“, fährt der Lotus-Kopf fort. „Allerdings kommt noch eine Menge Arbeit auf uns zu in den nächsten Wochen, damit wir gewährleisten können, dass unser Fahrzeug einsatzfähig ist für eine intensive Testphase ist, die uns garantiert, gänzlich vorbereitet zu sein.“

Den Verbleib der Entwicklung eines Lotus-Prototyp in Eigenregie ließ der Hersteller in seiner Pressemitteilung dagegen offen. Im vergangen Herbst gestand Berro noch Schwierigkeiten bezüglich der Finanzierung. Überdies wäre die Motorenentwicklung ins Stocken geraten, weshalb die LMP2-Pläne vorerst zugunsten des Evora-GT-Boliden auf Eis gelegt worden war.