Zwischenstand in Dubai: Sterne am Himmel, Sterne in Front

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Die 24 Stunden von Dubai 2012 sind in vollem Gange: Kurz vor Halbzeit des Rennens führen gleich zwei Mercedes-Benz SLS AMG GT3 das bunte Teilnehmerfeld durch die schwarze Nacht der arabischen Wüste – unterdessen: Schubert im Pech, Schubert im Glück.

Man spricht deutsch im Dubai Autodrome: Gar 14 der 15 momentan bestplatzierten Fahrzeuge der 24 Stunden von Dubai 2012 kommen aus Deutschland – allen vorne weg: das Team Abu Dhabi by Black Falcon. Die deutsch-arabische Crew führt zur gegenwärtigen Stunde den obligatorischen Aufgalopp eines jeden Jahres des Langstrecken-Rennsports souverän mit ihrem Schwaben-Renner Mercedes-Benz SLS AMG GT3 an.

Auf Rang eins liegt somit das Auto mit der Startnummer drei, pilotiert von Khaled Al Qubaisi, Sean Edwards und Jeroen Bleekemolen sowie Thomas Jäger. Das Benz-Quartett setzte sich bereits im Laufe der dritten Rennstunde an die führende Position, nachdem die zu diesem Zeitpunkt noch vor ihnen gelegenen Fahrzeuge die Boxengasse ansteuern mussten; so auch die Polesetter von AUH Motorsports/FF Corse (Ferrari 458 Italia GT3; aktuell: Rang 65).

Doch zuvor hatte ein anderer Wagen nach der Führung des Rennens gegriffen: Der Niederländer Peter Kox schob sich direkt nach dem Fallen des grünen Tuches mit einem spektakulären Manöver im Reiter Engineering-Lamborghini Gallardo LP600 von Startplatz fünf aus an die Spitze des Feldes. Dort verweilte seine Equipe allerdings nur für eine Weile (aktuell: Platz zehn), bis später Ex-DTM-Pilot Thomas Jäger Mercedes-Benz den Platz an der sprichwörtlichen Sonne eroberte.

Schubert Motorsport in Problemen

Schlechter lief es bis dato hingegen für Schubert Motorsport, die BMW-Mannschaft aus Oschersleben. Der BMW Z4 GT3 mit der Startnummer fünf blieb nach 149 Runden plötzlich ohne Vortrieb am Streckenrand stehen – ein Motorschaden besiegelte das vorzeitige Aus für Faisal Binladen, Bandar Alesayi, Fahad Algosaibi und den Deutschen Marko Hartung. Die genaue Ursache des Schadens wird erst zurück in der Heimat ausfindig gemacht werden können.

Es sieht so aus, als ob eine Leitung in der Peripherie des Motors kaputtgegangen ist“, vermutet Teammanager Stefan Wendl jedoch. „Das Ganze ist plötzlich passiert, ohne Vorwarnungen.“ Rosiger sieht es derweil für Claudia Hürtgen, Faisal Binladen, Abdulaziz Turki Al Faisal, Edward Sandström und BMW-Werksfahrer Jörg Müller im Auto mit der Nummer eins, dem zweiten von Schubert Motorsport, aus. Weitestgehend ohne Probleme liegen sie auf Gesamtrang drei und damit auf Podestkurs.

Vor ihnen fährt der Mercedes-Benz von Heico 1 Motorsport – ebenfalls aus Deutschland – mit der durchaus namhaften Pilotenschaft Bernd Schneider, Maximilian Buhk, Christiaan Frankenhout, Max Nilsson und Andreas Zuber, auf dem Silberrang.

Die Führenden der Klassen im Überblick:

» A6: Abu Dhabi by Black Falcon (Mercedes-Benz AMG SLS GT3), gesamtführend

» 997: Carworld Motorsport (Porsche 977 GT3 Cup)

» SP3: Optimum Motorsport (Ginetta G50)

» A2: Besaplast Racing Team 2 (BMW Mini)

» SP2: Las Moras Racing Team (Renault Megane Trophy)

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