VLN: Audi-Sieg zum Finale

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Marc Basseng, Christopher Mies und Michael Ammermüller holten beim letzten VLN-Lauf des Jahres den zweiten Gesamtsieg 2011 für das Team Phönix Racing. Auf dem Podium wurden sie von Mamerow Racing und Need for Speed Team Schubert flankiert.

Phönix Racing trägt sich als zweites Team nach Manthey Racing ein zweites Mal in die Siegerliste des Jahres 2011 ein. Der Mamerow-SLS war wieder schnell und kämpfte bis zum Schluss an der Spitze. Doch wieder reichte es nur für Platz zwei. In Diensten des Need for Speed Team Schubert sorgten die Mini Challange-Junioren Nico Bastian und Hendrik Vieth zusammen mit dem Routiniert Edward Sandström mit Platz drei für eine faustdicke Überraschung. Zwischenzeitlich lag der BMW Z4 sogar auf Siegkurs.

Der ex-Red Bull Racing Testfahrer Michael Ammermüller ist der Joker für Audi. Nach seinem Sieg im siebten Lauf der VLN auf dem Raeder Audi TT RS holte er bereits seinen zweiten Laufsieg 2011. Für Christopher Mies war es der erste VLN-Sieg und Marc Basseng verbesserte seine Statistik auf nun 22 Siege.

Doch zunächst sah alles nach einem weiteren Sieg für den Manthey-Porsche auf seiner Abschiedstour aus. Olaf Manthey kündigte an, in den internationalen GT-Sport zu wechseln. In welcher Serie dies geschieht, ließ der meuspather Teamchef aber noch offen. Für den letzten Auftritt des grüngelben GT3R wurde noch einmal der Porsche-Werksfahrer und GT-Spezialist Marc Lieb aus Zuffenhausen entsand.

Im Training nutzte Lieb die kühle Luft und brannte mit einer 8:04.471 eine Fabelzeit und einen neuen Rundenrekord in den eifler Asphalt. Im ersten Teil des Rennens konnte der Dicke, wie der GT3R im Team Manthey liebevoll genannt wird, locker das Geschehen von der Spitze aus kontrollieren. Dahinter fand sich überraschenderweise schon der von Platz acht gestartete Schubert-BMW mit Edward Sandström am Steuer, gefolgt von einer Kampfgruppe, bestehend aus dem Abt-Audi, dem später siegreichen Phönix-Audi und dem Mamerow Mercedes SLS.

Als die ersten Boxenstopps für die Top-Fahrzeuge anstanden, machte sich an der Spitze Langeweile breit. Marc Lieb übergab den Elfer mit über 25 Sekunden Vorsprung an Lukas Luhr, der sich aufmachte, den Vorsprung weiter auszubauen. Niko Bastian, der frischgebackene Meister der Mini Challenge fand sich auf Anhieb gut im Z4 und auf der Nordschleife zurecht und konnte mit schnellen Rundenzeiten den zweiten Platz behaupten.

Aus in Runde 14

In der 14. Runde parkte Lukas Luhr den bis dahin dominanten Porsche ohne Vortrieb im Streckenabschnitt Hocheichen. Somit fand die Abschiedsgala des zweifachen Gesamtsiegeres 2011 ein unrühmliches Ende. Das Rennen allerdings wurde durch den Ausfall wiederbelebt. Der Mini-Junioren-Z4 lag nun in Führung. Dahinter fuhr Chris Mamerow die zu der Zeit schnellsten Runden und in der Box wartete Marc Basseng auf seinen Einsatz im R8, der auf dem dritten Rang lag.

Nachdem Basseng sein Arbeitsgerät entgegengenommen hatte blies er unverzüglich zur Schlussattacke. Der Mamerow-SLS war schnell niedergerungen und es ging mit schnellen Rundenzeiten in Richtung des Führenden. Nico Bastian konnte das Tempo nicht ganz mitgehen und der vormals komfortable Vorsprung schmolz dahin.

Beim letzten Boxenstopp übernahm Edward Sandström noch einmal das Steuer des Z4. Basseng und Mamerow kamen nur zum Tanken an die Box und blieben am Steuer. Durch den Fahrerwechsel verlor die Schubert-Truppe wichtige Sekunden und schlussendlich auch die Führung und fiel sogar noch hinter den Mamerow-SLS auf Platz drei zurück.

Auf Platz sieben kam der Schubert-BMW mit Marco Hartung, Claudia Hürtgen und Dirk Adorf ins Ziel. Nach einem Unfall im Training musste der Z4 gerichtet werden und man war gezwungen als Letzte aus der Boxengasse zu starten.

Dritter Meistertitel für Black Falcon

Als Meister standen Carsten Knechtges, Manuel Metzger und Tim Scheerbarth bereits seit dem letzten Lauf fest. Für ihr Team Black Falcon war es nach 2008 und 2009 der dritte Triumpf in der VLN. Auch der VLN-Serienwagen-Cup sowie die VLN-Junior-Trophäe ging an die kelberger Truppe.