Petit Le Mans: Last-Minute-Triumph für Peugeot

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In buchstäblich letzter Sekunde verwies Peugeot-Mann Simon Pagenaud die Konkurrenz auf die Plätze. Romain Dumas sicherte Audi hauchdünn dahinter Rang zwei. Rang Drei heimste Stephane Sarrazin im zweiten Peugeot ein.

Nach Ablauf der zweistündigen Nachtsitzung überfuhr Löwenbändiger Simon Pagenaud noch einmal die Ziellinie und knackte die bis dahin gültige Bestzeit von Romain Dumas im schnelleren der beiden Audis. Am Ende war der Vorsprung aber hauchdünn und die ersten Drei der Zeitenliste lagen innerhalb von anderthalb Zehntelsekunden.

In der Anfangsphase der zweistündigen Nachtsession setzte Allan McNish eine Duftmarke und übergab den Audi R18 an seinen Partner Dindo Capello. McNishs Bestzeit hatte aber nur kurz Bestand. In der ersten halben Stunde schnupperten die beiden Werks-Peugeot abwechselnd mit dem Audi Nummer zwei die Luft an der Spitze.

In seiner neunten Runde drückte Stepane Sarrazin der gesamten Konkurrenz mit einer 1:09.186 anderthalb Sekunden auf die Augen. Marcel Fässler begann zu diesem Zeitpunkt erst die Zeitenhatz und tastete sich langsam an die Zeiten der Spitze heran. Nach gut einer Stunde hatte der Schweizer seinen Audi auf den dritten Rang gebracht und an Romain Dumas übergeben. Auf Platz zwei lag der zweite Peugeot, gefahren von Simon Pagenaud.

Eine halbe Stunde vor dem Ablauf der Zeit machte Dumas ernst und brannte eine 1:09.107 in die Road Atlanta. Diese Zeit des Franzosen in Diensten der Ingolstädter konnte lediglich Simon Pagenaud in seiner allerletzten Runde toppen. Mit einer 1:09.027 sicherte er den Löwen die Tagesbestzeit mit hauchdünnen 0,08 Sekunden Vorsprung vor dem Audi mit der Nummer eins.

Knapper Vorteil für Audi am Nachmittag

In der zweiten Trainingssession am späten Nachmittag lag noch der Audi Nummer Zwei vorne. Allan McNish war nach der einstündigen Sitzung den Wimpernschlag von 0,002 Sekunden schneller als der beste Peugeot mit Stephane Sarrazin am Steuer.

Klaus Graf sicherte sich den inoffiziellen Titel „bester Benziner“ und verwies sowohl den Werks-Aston als auch den ALMS-Dauerrivalen Steven Kane im Lola-Mazda auf die Plätze. In der LMP2 dominierte Jean-Karl Vernay im Nissan befeuerten Oreca das Nachttraining und nahm den beiden Level5-HPD eine, respektive zwei Sekunden ab.

In der GT-Klasse sicherte Augusto Farfus den Bayern die beste Zeit des nächtlichen Treibens. Toni Vilander positionierte seinen Ferrari F458 Italia aber nur knapp dahinter. Die ersten acht GT-Boliden liegen innerhalb einer Sekunde.