VLN: Audi-Sensationssieg beim Sechs-Stunden-Rennen

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Der Schnellste des Zeittrainings sichert sich auch den Sieg beim 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen. Frank Biela, Chistian Hohenadel und Michael Ammermüller schenken der Raeder-Truppe einen sensationellen Sieg für den Audi TT-RS. Die lupenreine Vorstellung des Fronttrieblers wurde durch heftige Regenschauer begünstigt, stand aber bis zum Schluss auf der Kippe.

Es war mal wieder ein Samstag, an dem die Eifel gnadenlos ihr Lieblingswetter präsentiert hat. Abwechselnd schüttete es wie aus Eimern und dann riss die Wolkendecke auf und es trocknete wieder ab. Die Reifenwahl geriet zum Pokerspiel und immer wieder waren Wagen mit den jeweils falschen Reifen langsam auf der Strecke unterwegs. Optimale Bedingungen für einen konsequent entwickelten Fronttriebler, wie den Audi TT-RS.

Der Kundensport-Renner der Ingolstädter lag zwei Runden vor dem Rennende mit einer Zeitgutschrift ausgestattet in Führung. Die Gutschrift bekam der Polesetter, da er zusammen mit den anderen Teilnehmern seiner Klasse SP4T aus der zweiten Startgruppe ins Rennen gegangen war. Auf der Strecke führten die jungen Markenkollegen Mies, Haase, Ludwig im Phönix R8.

Dramatik kurz vor Schluss

Vor dem finalen Umlauf steuerte Michael Ammermüller den TT-RS noch einmal zu einem Splash and Dash in die Box. Unter normalen Umständen kein Problem. Der Vorsprung sollte reichen, um in Führung zu bleiben. Ammermüller bemängelte allerdings ein durchfallendes Bremspedal und die Raeder-Mechaniker diagnostizierten vorne links ein defektes Radlager. Die Techniker versuchten durch Nachziehen der Radmutter das Spiel im defekten Lager zu reduzieren und schickten Ammermüller zurück auf die Strecke.

Durch die zusätzliche Standzeit übernahmen die Audi-Youngsters Mies, Haase, Ludwig die Führung. Dann schlug die Eifel wieder zu und ergoss erneut ihre Wasservorräte über die Grüne Hölle, die ihrem Namen wieder alle Ehre machte. Die Rennleitung erkannte die Gefahr und brach das Rennen mit der roten Flagge ab. In mehreren Streckenabschnitten hatte sich Aquaplaning gebildet und die Wagen rutschten trotz langsamster Fahrt unkontrolliert über die Strecke.

Da bei Rennabbruch die Runde vor dem Abbruch gewertet wird, wurde der TT-RS zum Sieger gekürt. Für die Raeder-Truppe kam so doch noch alles zum Guten. Ohne den Regenguss wäre man leer ausgegangen. Für Ammermüller endete der finale Umlauf im Kiesbett bei Aremberg.

Tragik bei Porsche

Anfangs der zweiten Rennhälfte konnte der Manthey-Porsche noch seine Führung ausbauen. Der spätere Sieger lag zu diesem Zeitpunkt auf Rang zwei und machte als schnellstes Auto im Feld Jagt auf den grüngelben Porsche. Auf Rang drei folgte ein weiterer Zuffenhausener. Der Frikadelli-Porsche hielt sich tapfer in der schnellen Spitzengruppe.

Gut eine Stunde vor Schluss ist das Rennen nach einem Unfall im Streckenabschnitt Bergwerk für den Führenden Manthey-Porsche gelaufen und die Sensation bahnt sich an. Der Raeder-TT-RS übernimmt die Führung. Auf Rang zwei liegt der Frikadelli-Porsche, der aber kurze Zeit später ebenfalls durch Unfall ausfällt.

Als der TT vor der letzten Runde die Box ansteuert, werden Stimmen laut die vermuten man habe die Raeder-Truppe gedrängt, den großen Bruder in Form des Pönix-R8 vorbeizulassen. Mit der roten Flagge beendete Rennleiter Horst Golombeck die Diskussionen aber im Keim. Biela, Ammermüller, Hohenadel siegen vor Mies, Haase, Ludwig. Rang drei geht an Pedro Lamy und Marco Hartung im Schubert-BMW-Z4.