Super GT: Kogure und Duval gewinnen Wetterkrimi in Suzuka

50

Trotz strategischem Malheur: Obwohl Duval und Kogure zweimal mit falschen Reifen ausgestattet wurden, meisterten die Titelverteidiger die wechselhaften Wetterbedingungen in Suzuka mit Bravour. Im Herzschlagfinale behielt das Weider-Duo gegen Quintarelli und Yanagida die Oberhand und gewann den Klassiker.

Das Wetter spielte an diesem Wochenende eine Schlüsselrolle beim verkürzten Langstreckenklassiker in Suzuka. Heftige Regenschauer suchten die Präfektur Mie zum Start des Super-GT-Rennens heim und schafften widrige Bedingungen zur 40. Auflage des japanischen Sommerschlagers. Obwohl sich sämtliche taktische Entscheidungen der Weider-Strategen letztlich als Fehlgriff entpuppten, gewannen Loïc Duval und Takashi Kogure (Weider-Honda) den fünften Meisterschaftslauf.

In der anfänglichen Regengischt übernahm zunächst Pole-Mann Ronnie Quintarelli (Mola-Nissan) das Kommando an der Spitze. Doch als der Wettergott kurzweilig pausierte, machte Duval schlagartig Boden auf die Front gut. Der erste Wendepunkt nahte bereits: Obwohl die Weider-Truppe bei abtrocknender Strecke Regengummis aufzogen, gewann Kogure nach der Steuerübernahme Oberwasser und erkämpfte vorerst die Führung.

Falsche Reifenwahl, die Zweite

Einzig ein zu überrundendes Fahrzeug kam dem Titelverteidiger anschließend noch in die Quere. Folglich musste Kogure einige Positionen einbüßen, aber der Honda-Kutscher pirschte sich im Handumdrehen wieder in Front. Pünktlich zum zweiten Boxenstopp war die Piste nahezu vollständig getrocknet, weshalb die Führungsmannschaft diesmal den Beschluss fasste, auf Trockenpneus zu wechseln. Allerdings ging der Schuss neuerlich nach hinten los.

Unmittelbar nach dem Service setzten erneut Regenschauer ein. Die Konsequenz: Verfolger Quintarelli arbeitete sich sukzessive an den Spitzenreiter heran. Nichtsdestoweniger reichte es am Ende dennoch für die amtierenden Meister Duval und Kogure, die sich mit einem Vorsprung von sechs Sekunden ins Ziel retteten. Quintarelli und Masataka Yanagida mussten sich demnach mit dem Silberrang begnügen. Dritte wurden Tsugio Matsuda und J.P.L.de Oliveira (Impul-Nissan).

In der GT300-Kategorie triumphierten Tetsuya Yamano und Kota Sasaki (R&D-Subaru), die das Rennen von Startposition drei heraus aufgenommen haben. Die nächste Runde der pazifischen Super-GT-Meisterschaft findet vom 9. bis 11. Oktober am Fuji statt.