GT Masters: Die Schwaben kommen in Tritt

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Von null auf hundert: Sebastian Asch und Michael Ammermüller fuhren nach einem desaströsen Morgen die schnellste Zeit im Nachmittagstraining der ADAC GT Masters in Spielberg. Auf den direkten Verfolgerrängen fand sich gleich eine ganze Armada von Stern-Rennern aus dem Hause AMG – Stuck und Stuck rangierten zurück an an der Feldfront.

Sebastian Asch und Michael Ammermüller (a-workx Akrapovic-Porsche) melden sich zurück: Nachdem man am morgendlichen Premieren-Training der ADAC GT Masters auf dem neueröffneten Red Bull Ring nicht ins GT-Geschehen eingreifen konnte, wird man bis zur Qualifikation am späten Nachmittag die schnellste aller gefahrenen Rundenzeiten inne haben. 1:31,349 Minuten nahmen die beiden Elfer-Piloten zur bis dato zügigsten Überwindung der 4327 Meter langen Berg- und Talbahn ihn Anspruch – gut zweieinhalb Zehntelsekunden weniger als Philipp Eng (Callaway-Corvette) im Auftakttraining.

Auf den Rängen zwei bis vier nisteten sich indes gleich drei Mercedes-Benz SLS AMG GT3 ein. Oliver Mayer und Jan Seyffarth führten mit einem beinahe wahnwitzigen Rückstand von nur 0,025 Sekunden auf Position eins den Benz-Dreier für Black Falcon an; MS Racing folgt mit beiden Autos auf den Platzierungen drei und vier – Thomas Jäger und Florian Stoll vor Maximilian Mayer und Namensvetter Maximilian Götz. Nichtsdestoweniger hatten die Mercedes-Boliden bereits Rückstände von zirka vier Zehnteln auf Asch/Ammermüller zu notieren.

Rang fünf geht an das beste ausländische Fabrikat: Der Lamborghini Gallardo LP 600+ aus den Fuchteln von Hans Reiter und Mannschaft war den Stuck-Boys Ferdinand und Johannes gut genug für eine 1:31,850 (+ 0,501 Sekunden). Nach Gesamtposition 27 am Morgen rehabilitierte sich das junge Lambo-Aufgebot unter abermals trockenen und 26 Grad Celsius warmen Pistenbedingungen achtbar. Die Ränge sechs und sieben belegten zwei Corvette von Callaway Competition; Diego Alessi und Daniel Keilwitz waren ganze 0,054 Sekunden schneller als ihre bekannten Teamkollegen Sven Hannawald Heinz-Harald Frentzen.

Letzter Supersportwagen innerhalb einer Sekunde zur Spitze war der am Morgen noch auf Platz zwei gelegene BMW Alpina B6 GT3 der Pilotenschaft Margaritis/Lunardi – sie verdrängten ihrerseits den Phoenix Racing Pole Promotion-Audi R8 LMS von Landmann/Rast und damit gleichbedeutend jenes Ingolstädter Fahrzeug, das auch schon im vorausgegangenen Training die Speerspitze der augenscheinlich eher etwas langsameren Audi-Flotte bildete.

Mit einer ersten Entscheidung im dieswochenendlichen Masters-Akt zwischen saftigen Wiesen und wunderbarer Alpen-Anmut wird das anstehende Qualifikationstraining um 16:40 Uhr aufwarten können. Nach zwischenzeitlichen Meldungen über Regen und Gewitter, sehen aktuelle Wettervorhersagen aus der Steiermark jedoch Trockenheit vor.

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