Mid-Ohio: Arbeitsbeginn in Troy Township

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Mit einem „Promoter-Test“ begann das Rennwochenende für die 33 zur Mid-Ohio Sports Car Challenge angetretenen Gespanne bereits früher als gewohnt. Dies nutzte Guy Smith im Dyson-Racing-Lola-Mazda, um ein großes Ausrufezeichen in Richtung der Erzrivalen von Cytosport zu senden. Jene traten jedoch nicht zum Testen an.

Die, nach Ortszeit, nachmittägliche Testsession bildete, unter strahlendem Sonnenschein, auf dem Mid-Ohio Sports Car Course, den Auftakt zum bevorstehenden Rennwochenende. Das „Promoter-Test“ getaufte Training war in drei Abschnitte geteilt. Im ersten Teil wurde die GT- und GTC-Meute auf die 2,4 Meilen lange Piste gelassen. Im darauffolgenden Teil gesellten sich die Prototypen der LMP- und LMPC-Klassen hinzu, welche im dritten Abschnitt, ungestört von GT-Brummern, weiter trainieren konnten.

Mit 1:15,661 Minuten setzte Guy Smith bereits im ersten Aufeinandertreffen der ALMS-Elite eine eindeutige Duftmarke. Diese galt den Hauptgegnern von Cytosport, die die vergangenen Rennen für sich entscheiden konnten. Das Team rund um Klaus Graf und Lucas Luhr hatte allerdings keine passende Antwort parat, da man den LMP1 aus dem Hause Lola mit Aston-Martin-Befeuerung nicht auf die Strecke brachte. So platzierte sich Smiths Teamkollege, der Nordire Steven Kane, mit einem Respektabstand von einer halben Sekunde auf Rang zwei. Der dritte im LMP1-Bunde, ein Lola B06/10 mit AER-Motor, rangiert mit fünf Sekunden Abstand auf Rang drei, jedoch lediglich auf Gesamtrang acht. Damit liegt der beim letzten Rennen im kanadischen Mosport erstmals angetretene neue LMP1-Rivale inmitten der LMPC-Meute.

Diese wird angeführt von Ricardo Gonzalez (1:18,552 Minuten, CORE Autosport), vor Kyle Marcelli (1:18,689 Minuten, Intersport Racing) und Javier Echemverria (1:18,980 Minuten, PR1 Mathiasen Motorsports). Direkt an den Fersen der LMPC-Piloten klebt die versammelte GT-Klasse.

Am schnellsten umrundete der Däne Jan Magnussen in seiner Corvette den Kurs im Osten der USA, nahe dem Dörfchen Lexington im US-Bundesstaat Ohio. Mit einer Zeit von 1:21,643 Minuten lag er marginale 0,058 Sekunden vor seinem Verfolger Toni Vilander, ebenfalls einem Skandinavier, im Ferrari aus dem Hause Risi. Dem Finnen in Italo-Amerikanischen Diensten folgte, ebenfalls mit minimalem Abstand, Jan Magnussens Teamkollege Olivier Beretta in der zweiten Corvette. Den vierten Rang in der Klasse sicherte sich Jörg Bergmeister im Porsche 997 GT3 RSR im Zeichen der fliegenden Eidechse, dicht gefolgt von Guy Cosmo im Ferrari 458 Italia in Farben des Seriensponsors Tequila Patrón. Erst auf Rang sechs folgt der beste der BMW, gefahren von Dirk Müller. Mit einer Zeit von 1:22,104 Minuten liegt der Burbacher jedoch lediglich 0,470 Sekunden hinter der Klassenführenden Corvette. Ebenfalls mit dem US-Dickschiff in einer Sekunde befinden sich Ken Wilden im Jaguar XKR, Scott Sharp im zweiten Tequila Patrón-Ferrari und Dirk Werner, seines Zeichens Teamkollege von Dirk Müller im BMW M3.

Am Ende des Zeitentableaus reihten sich zu guter Letzt die Porsche 911 GT3-Renner der GTC-Klasse ein. Angeführt wird diese Kategorie von Timothy Pappas (1:26,412 Minuten, Black Swan Racing), vor Duncan Ende (1:27,298 Minuten, TRG) und Bill Sweedler (1:27,408 Minuten, Alex Job Racing).