VLN-Zeittraining: ROWE-Racing holt die Poleposition

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Erstmals in einer Saison wird zweimal ein Rennen über die Distanz von sechs Stunden gestartet. Am heutigen Tage ist es zum ersten Mal so weit. Das Rennen stellt den dritten Wertungslauf der VLN im Jahre 2011 dar und wird von 201 Teilnehmern in Angriff genommen.

Auch wenn die Qualifikation für die Teams beim Sechsstundenrennen keine so große Priorität hat, war eine große Leistungsdichte an der Spitze erkennbar. Innerhalb von zehn Sekunden, die auf dem Nürburgring kein großer Abstand sind, klassierten sich am Ende des Zeittrainings zwölf Fahrzeuge. Während des Trainings waren es zeitweise 20 Starter.

Bereits zu Beginn des eineinhalbstündigen Trainings setzte Marko Hartung im BMW Z4 GT3 von Schubert Motorsport die schnellste Zeit, die über eine Stunde halten sollte. Es ist der erste Einsatz des BMW Z4 in der neuen Konfiguration für das Jahr 2011. Neu ist, dass unter anderem die Radkästen breiter sind, um auf breiteren Reifen fahren zu können. Neben dem Z4 mit der Startnummer 16 setzt das Team um Torsten Schubert aus dem Sachsen-Anhaltinischen Oschersleben einen zweiten Wagen ein, der die Nummer 26 trägt.

Als erster Wagen konnte der in der SP7 startende Porsche der Busch-Zwillinge diese Zeit von 8:20.1 Minuten knacken. Zudem konnte er sich im folgenden Umlauf mit 8:19.7 Minuten etwas absetzen. Doch auch diese Zeit sollte bei der Schlussattacke keinen Bestand haben. Jedoch konnten die Buschs das Potential ihres Wagens auch nicht voll und ganz in eine bessere Rundenzeit umsetzen, da zum Zeitpunkt ihrer schnellsten Runde doppelt gelb in der Hohenrain-Schikane geschwenkt wurde. Zum Ende der Qualifikation wurden die Busch-Zwillinge noch auf Rang vier verdrängt.

Somit konnte sich der von ROWE-Racing eingesetzte Mercedes SLS AMG mit der Besatzung Roloff, Jäger und Rehfeld den besten Ausblick auf die Kurve eins vom ersten Startplatz aus sichern. Dies gelang ihnen in der letzten Runde mit einer Rundenzeit von 8:14.961 Minuten. Dahinter reihten sich im Frikadelli-Porsche Klaus Abbelen und Sabine Schmitz, die von Frank Stippler unterstützt werden und Chris Mamerow mit seinen Teamkollegen Armin Hahne und Pierre Kaffer auf einem weiteren Mercedes SLS ein. Alle drei Fahrzeuge starten in der Klasse SP9.

Dahinter werden die bereits erwähnten Busch-Zwillinge und der #16 BMW Z4 von den Positionen vier und fünf starten. Somit konnten sich die Zwillinge Dennis und Marc Busch auch den Startplatz eins in der SP7-Kategorie sichern, vor dem Wochenspiegel-Manthey-Porsche, der auf Gesamtposition sechs vor dem „Nadelstreifen“-Porsche von Jochen Krumbach und dem grün-gelben Manthey-Porsche einkam. Für das heutige sechsstunden Rennen hat das Team von Olaf Manthey als „Dicken“-Porsche wieder den bereits 2008 und 2009 in der SP7 eingesetzten Porsche 997 GT3 RSR reaktiviert und mit einem Karosseriekit etwas an das neue Design angepasst. Der bei den letzten Rennen eingesetzte Porsche GT3R bleibt daher in der Meuspather Garage. Die Top-10 runden Christian Menzel im Haribo-Porsche und Marco Seefried im Farnbacher-Ferrari ab. Er holte somit zugleich die beste Startposition der Klasse SP8. Seefried startet in das sechsstündige Rennen gemeinsam mit dem Brasilianer Jaime Melo Jr. Der sonstige Teampartner der beiden und Sohn des Teamchefs, Dominik Farnbacher, nimmt unterdessen am zweiten Rennwochenende des ADAC GT Masters am Sachsenring, ebenfalls auf einem Ferrari 458 Italia, teil.

Die werksseitig eingesetzten BMW M3 kamen auf die Positionen 12 und 13 und der VW Golf GTI 24 kam auf Gesamtrang 22. Beide sind jeweils die Polesetter ihrer Klassen, der BMW in der E1-XP und der Golf in der SP8T.

Das Rennen wird bereits um 11.30 Uhr, nicht wie sonst um 12 Uhr gestartet. SportsCar-Info wird über das Rennen ausführlich berichten.