VLN-Qualifikation: Abbruch nach schwerem Unfall

113

Das Zeittraining zum vierten VLN-Lauf der Saison 2011 wurde bereits vorzeitig nach einem Unfall im Bereich Metzgesfeld beendet, da die Bergungsarbeiten voraussichtlich etwas länger dauern. Durch den Abbruch gab es keinen Schlussspurt auf die Poleposition, dies sicherte dem Pinta Racing-Porsche die beste Ausgangsposition für das Rennen.

Der Trainingsabbruch wurde durch einen Unfall zwischen dem #600 VW Golf von Claus-Dieter Rusack und Holger Träger und dem #17 Audi R8 LMS der Audi race experience, eingesetzt vom Le Mans-Team Joest Racing und gesteuert von den beiden Australiern Warren Luff  und Craig Lowndes, ausgelöst. Beim Golf handelt es sich um den sogenannten „Bösen Golf“, ein Wagen aus der Gruppe H2. Er wurde 1998 das erste Mal in der VLN eingesetzt und war in einem vorangegangenen VLN-Lauf in diesem Jahr bereits einmal verunfallt. Sein Unfallgegner, der Audi R8 LMS, hingegen ist in der Klasse SP9 genannt. Die beiden Australier steuerten am Jahresbeginn einen R8 LMS des Teams Joest Racing beim 12 Stunden Rennen im australischen Bathurst. Dort erreichten beide den zweiten Gesamtrang hinter ihren Teamkollegen aus Deutschland. An diesem Wochenende kommen die beiden Rennfahrer aus „Down Under“ im Gegenzug zur Nordschleife, um hier ein Rennen zu bestreiten. Nach diesem Unfall ist jedoch fraglich ob die beiden Fahrzeuge im Rennen eingesetzt werden können.

Der Trainingsabbruch ließ den ersten Startplatz, zum ersten Mal in dieser Saison, den Fahrern Manuel Lauck und Michael Illbruck des Teams Pinta Racing zukommen. Sie führten das Feld bereits kurz nach Beginn des Trainings an, mit einer Zeit von 8:18.217 Minuten. Ohne den Abbruch hätte diese Zeit im Schlusssprint vermutlich keinen Bestand gehabt. Auf Rang zwei ordnete sich der Mercedes SLS AMG GT3 des Teams Mamerow Racing mit der Startnummer sieben ein. Startplatz drei geht an den ersten Werksaudi, von denen beim heutigen vierstündigen Rennen vier am Start sind. In diesem Falle ist es der Wagen mit der Nummer 28. Dahinter ordnet sich der #19 Heico-Mercedes ein. Ihm folgen vier Porsche des Teams Manthey. Diese starten in der Reihenfolge #10 „Nadelstreifenporsche“, vor dem #57, gleichzeitig dem Polesetter der Klasse SP7, dahinter startet der #11 Wagen von Marc Lieb und Timo Bernhard. Den Abschluss der Porsche-Armada bildet der #36 Hybrid-Porsche aus der Klasse E1-XP, der bei nur einem Starter auch auf der Poleposition dieser Klasse steht. Erstmals bei einem VLN-Rennen setzt Olaf Manthey zwei sogenannte „dicke“ Porsche ein. Dies sind in diesem Falle die grün-gelben Wagen mit der Nummer 57 aus der SP7 und der #11-Wagen aus der SP9. Dies dient zum Sondieren, ob das Team beim 24 Stunden-Klassiker den Porsche 997 GT3 RSR aus der SP7 oder den Porsche 911 GT3 R aus der SP9 einsetzt. Zu unterscheiden sind beide Fahrzeuge im heutigen Rennen, neben den Startnummern, an den Außenspiegeln. Der SP7-Porsche trägt blaue Spiegel. Die Top-10 runden der verunfallte Audi mit der #17 und sein Markenkollege mit der Nummer 24 vom Team Abt ab.

Das Rennen startet wie gewohnt um 12 Uhr. Genannt dafür sind 211 Teilnehmer.