VLN: Das Rennlabor feiert den ersten Sieg

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Der von Porsche „Rennlabor“ getaufte GT3R Hybrid feierte beim 4. VLN-Lauf seinen ersten Rennsieg. Es war außerdem der erste Sieg eines Sportwagens mit einem Energie-Rückgewinnungssystem. Marco Holzer, Patrick Long und Richard Lietz steuerten den Versuchsporsche bei seinem historischen Sieg.

Manuel Lauck konnte seine Pole-Position in der ersten Kurve behaupten und führte das Feld in den ersten Umlauf durch die Grüne Hölle. Nach Problemen im Training musste der BMW Alpina B6 aus der Boxengasse nachstarten. Anfang der zweiten Runde stürmen der Hybrid-Porsche und der GT3 RSR aus dem Hause Manthey nach vorne. Patrick Long  im Hybrid erkämpft sich auf dem Grand Prix Kurs die zweite Position und kann im weiteren Verlauf der Runde die Führung übernehmen.

Auch Chris Mamerow kann an Lauck vorbeiziehen und ist neuer Zweiter. Dahinter kämpfen Lance David Arnold im AMG SLS, Marc Lieb im Manthey GT3R und Mike Rockenfeller auf Audi R8 um die Plätze. Mehrere Wagen überleben die dritte Runde nicht. Unter ihnen der BMW Alpina, der Frikadelli Porsche sowie einer der BMW Z4 GT3.

Nach der vierten Runde führt der SLS mit Chris Mamerow. Auch der Pinta Porsche fällt einem Unfall zum Opfer. Während an der Spitze weiter verbissen gekämpft wird, steuert Marc Lieb unplanmäßig die Box an. Nach einem Kontakt auf der Strecke ist das Rennen auch für den Manthey GT3R beendet. Somit dauerte der Vergleich GT3R gegen RSR lediglich fünf Runden.

Die ersten Boxenstopps würfeln das Klassement zunächst gehörig durcheinander. Nachdem alle Spitzenteams Sprit nachgefasst und den Fahrertausch vorgenommen haben, scheint die große Zeit der Audis zu kommen. Zunächst liegt der Phönix Audi mit Haase / Hennerici / Winkelhock / Stippler in Führung. Nach 13 Runden belegen die vier Werksaudis die vier ersten Plätze. Nach einer eher glücklosen Zeit für den R8 in der VLN drehen die mit DTM-Profis besetzten Ingolstädter Sportwagen richtig auf.

Aber auch unter den Markenkollegen gibt es weiter munter Führungswechsel. Basseng / Fässler / Rockenfeller übernehmen im zweiten Phönix Audi die Führung in Runde 15. In der Zwischenzeit kann der Hybrid-Porsche in die Armada der Audis eindringen und Platz zwei übernehmen. Der Rückstand von über einer halben Minute ist in Runde 17 aufgebraucht und Holzer / Long / Lietz übernehmen die Spitze. Dumas / Luhr / Lieb liegen im RSR auf dem zweiten Platz.

Die Audi-Teams können erneut von schnellen Boxenstopps profitieren. Anfang des letzten Renndrittels führt erneut der Phönix-Audi mit Basseng / Fässler / Rockenfeller vor dem Hybrid-Porsche. Hinter zwei weiteren Audis folgt der RSR.

Nach 23 Runden muss die R8-Armada noch einmal Treibstoff nachfassen. Der Hybrid, der mit zwei Stopps über die Distanz kam, übernahm erneut die Führung, die er bis ins Ziel nicht mehr abgab. Auch der RSR schaffte die vier Stunden Renndistanz mit zwei Tankstopps im Gegensatz zur Konkurrenz aus dem GT3-Lager. Nach einem spannenden Kampf zwischen dem Manthey RSR und dem Phönix Audi #28 in der letzten Runde holen sich die Manthey-Kutscher Dumas / Luhr / Lieb den Silberrang vor Basseng / Fässler / Rockenfeller im R8 LMS.

Die Pace des Rennens wurde heute von den Audis vorgegeben. Sowohl einer der Phönix- als auch einer der Abt Audi R8 LMS waren in der Lage Rennrunden im Bereich von 8:16 zu fahren. Der siegreiche Hybrid fuhr mit einer 8:21 als schnellster Runde eher verhalten und profitierte von der Effizienz des Systems und sicherlich nicht zuletzt auch von seinem größeren Tank.

In zwei Wochen steht mit dem 51. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen bereits der fünfte Lauf auf dem Programm. Dann bietet sich auch die letzte Chance noch einmal das Material vor dem 24H Rennen zu sortieren.