Daytona: Viel Abwechslung an der Spitze

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Die Führung bei den 24 Stunden von Daytona geht in der Anfangsphase durch insgesamt sieben Hände, das schnellste Auto hat 15 Runden Rückstand und in Führung liegt, mal wieder, der „falsche“ Porsche.

Jörg Bergmeister führte bei der 49. Ausgabe der 24 Stunden von Daytona das Feld aus 18 DP-Prototypen und 32 GTs in den ersten Klassiker der noch jungen Langstreckensaison. Vom Start weg übernahm er die Führung und schaffte es sogar in Runde 22 seinen am Donnerstag aufgestellten Rundenrekord nochmals zu Toppen. Mit einer 1:40,417 Minuten unterbot er den Rekord abermals um eine halbe Sekunde.

Nach 27 Runden Führungsarbeit übergab der Langenfelder den Riley-Porsche an Patrick Long, der sich auf Platz sechs einreihte. Die Führung übernahm derweil der Zweite des Qualifyings, Max Angelelli im Sun Trust-Chevrolet Dallara.

Am Ende seines Stints hatte sich Long wieder auf den zweiten Platz zurückgekämpft. Noch acht Sekunden hinter dem Führenden liegend, übergab er die #45 während einer Gelbphase an Seth Neiman. Der Kalifornier wurde beim Restart von hinten angestoßen, was für die Riley-Mannschaft einen weiteren Stopp bedeutete. Gerade wieder auf der Strecke, war Neiman gezwungen durch den Seitenstreifen zu fahren, um einer Kollision vor sich auszuweichen. Durch den fälligen weiteren Aufenthalt in der Box verlor das Team insgesamt 19 Runden.

Wie im letzten Jahr dürfte sich die Taktik: „Immer in der Führungsrunde bleiben“, am Ende auszahlen. Nach gut vier Stunden liegen noch neun DPs in einer Runde. An der Spitze wird sich munter abgewechselt. Auch der Vorjahres Siegerwagen, der Action Express-V8-Porsche-Riley, liegt zeitweise in Führung.

Der Flying Lizard-Porsche ist trotz des großen Abstands nach wie vor das schnellste Auto im Feld. Die Strategen in der Box versuchen die Fahrer günstig durch die Gelbphasen zu lotsen und so die ein- oder andere Runde zurückzugewinnen.

Nach fünf Stunden sind über 150 Runden absolviert. Buddy Rice führt im Action Express-Porsche vor Ricky Taylor im Suntrust-Chevy Dallara. Auf Rang drei wird Juan-Pablo Montoya im BMW-Riley vom Team Chip Canassi geführt. Weiterhin liegen neun Wagen in einer Runde. Der schnelle Flying Lizard-Porsche hat noch 15 Runden Rückstand.

Bei den GTs führt Marc Lieb im Brumos-Porsche, auf Gesamtrang 14 liegend, vor Rob Bell und Andy Lally. Beide ebenfalls auf Porsche.