GT Masters: Margaritis/Lunardi holen sich die Tabellenspitze

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Bei den Läufen des ADAC GT Masters im belgischen Zolder holen Alex Margaritis und Dino Lunardi im BMW Alpina B6 je einen zweiten und einen ersten Platz und setzen sich damit an die Sptze der Meisterschaft. Im ersten Lauf holen die Stuck-Brüder ihren zweiten Saison-Sieg.

Auf dem winkligen Kurs von Zolder zeigte der etwas klobig wirkende BMW Alpina B6 wo seine Stärken liegen. Margaritis / Lunardi zirkelten den Bayern-Renner souverän um die engen Ecken des Kurses. Am Ende lag das grüne Coupé knapp vor dem Lamborghini Gallardo LP600+ von Phillip Geipel und Albert von Thurn und Taxis. Der Vorsprung betrug im Ziel gerade 0,9 Sekunden.

Zunächst startete das Rennen aber turbulent. Kurz nach dem Start hatten Frank Kechele und Rene Rast eine Kollision und das Safety-Car musste auf die Strecke, noch bevor eine Runde gefahren war. Nach dem Re-Start konnte der Überraschungs-Polesetter Daniel Dobitsch im FACH AUTO TECH Porsche vorerst die Führung behaupten. Noch vor den Boxenstopps musste er jedoch dem Druck von Christopher Haase im Audi und Dino Lunardi im BMW Alpina nachgeben.

Haase blieb lange draußen und es sah nach einer klaren Sache für die Phoenix Racing Pole-Promotion-Audi-Mannschaft aus. Doch ein um zwei Sekunden zu kurzer Boxenstopp mit der folgenden stop-and-go-Strafe warf das Team auf Platz neun zurück. Margaritis erbte die Führung und fuhr zunächst einen kleinen Vorsprung heraus. Gegen Rennende machte Albert von Thurn und Taxis noch einmal Druck auf den Deutsch-Griechen. Dieser machte sich aber auf der engen Streck breit und sicherte seinen hauchdünnen Vorsprung bis ins Ziel.

Dritter wurde die Black Falcon Mercedes SLS-Truppe mit Robert Renauer und Kenneth Heyer, der sich besonders über den Podiumsplatz auf seiner Hausstrecke freute. Auch der Kampf um Platz drei war denkbar knapp. Die viertplatzierten Markenkollegen Chritiaan Frankenhout und Andreas Wirth vom Team HEICO MOTORSPORT hatten lediglich eine halbe Sekund Rückstand.

Klarer Sieg für Stuck Brüder in Lauf eins

Im ersten Lauf holten Ferdinand und Johannes Stuck ihren zweiten Saisonsieg. Vom Start weg münzte Ferdinand Stuck die Pole-Position in eine Führung um und konnte sich schnell vom Verfolger-Feld absetzen. Mit 15 Sekunden Vorsprung übergab er den Reiter Lamborghini an seinen Bruder Johannes, der den Vorsprung nur noch ins Ziel bringen musste.

Platz zwei ging an die am ganzen Wochenende LIQUI MOLY Team Engstler-Truppe Maragritis / Lunardi, die mit dem Ergebnis aber zufrieden waren. Alex Margaritis: „Beim Start haben mich die Gegner etwas ausbeschleunigt. Nach einem Fehler des zweitplatzierten Mercedes konnte ich eine Position gewinnen. Dann hatte ich aber keine Chance mehr, den Rückstand zum führenden Lamborghini zu verringern.“

Um Platz drei wurde heftig gekämpft. Phillip Geipel fiel nach einer missglückten Attacke mit anschließendem Ausflug durch das Kiesbett aus der Spitzengruppe zurück auf Platz acht. Die drei verbliebenen Kampfhähne kamen innerhalb einer Sekunde im Ziel an. Das bessere Ende des Kampfes um den verbliebenen Podiumsplatz hatten dabei Luca Ludwig und Christopher Mies im Abt Audi R8.

Neue Tabellenführende

Nach dem erfolgreichen Wochenende liegen Margaritis / Lunardi jetzt an der Spitze der Wertung. Mit Mies / Ludwig auf Audi auf Platz zwei und Stuck / Stuck auf Lamborghini auf dem dritten Rang liegen drei Fabrikate auf den Spitzenplätzen der Meisterschaft. Die nächsten Läufe finden Anfang Juli im Rahmen des Truck GP auf dem Nürburgring statt.